Anke Rehlinger steht in Nahaufname vor einem SR Mikrofon (Foto: IMAGO / BeckerBredel)

Rehlinger verhandelt weiter um Stahl-Förderung

Carolin Dylla   19.08.2021 | 13:00 Uhr

Saar-Wirtschaftsministerin Rehlinger hofft, noch vor Ende der Legislaturperiode eine Einigung über Fördergelder für den klimaneutralen Umbau der Stahlindustrie zu erzielen. Die Verhandlungen mit dem Bundesumweltministerium laufen.

Was Anke Rehlinger (SPD) am Donnerstag aus den Gesprächen mit dem Bundesumweltministerium über Fördermittel für den Umbau der Stahlindustrie erzählt, klingt noch nicht nach einem wirklichen Erfolg.

Sowohl das Wirtschafts- als auch das Umweltministerium in Berlin hätten aber immerhin erklärt, dass sie die Umsetzung des grenzüberschreitenden Wasserstoffprojekts im Saarland wollen.

Umweltministerium blockiert

Einzelheiten zum Sommergespräch mit der Wirtschaftsministerin
Audio [SR 3, Studiogespräch: Simin Sadeghi/Carolin Dylla, 19.08.2021, Länge: 03:29 Min.]
Einzelheiten zum Sommergespräch mit der Wirtschaftsministerin

Im Mai hatte das Bundeswirtschaftsministerium 400 Millionen Euro an Fördergeldern für dieses grenzüberschreitende Projekt zugesagt. Das Bundesumweltministerium dagegen stellt sich bislang quer, und auch ein Go der EU-Kommission steht noch aus.

Konkret geht es unter anderem darum, in Dillingen künftig Wasserstoff in den Hochöfen einzusetzen um CO2 zu sparen. Das umzusetzen ist aber teuer – und eine staatliche Förderung mit Blick auf das europäische Beihilferecht nicht einfach umzusetzen, sagte Rehlinger.

Förderung für Brückentechnologie

Außerdem handelt es sich laut Rehlinger bei dem betreffenden Projekt – im Gegensatz zu Projekten anderer Unternehmen – um eine Brückentechnologie.

Ziel der Gespräche mit den Ministerium sei Überzeugungsarbeit - dafür, dass auch solche Brückentechnologien Förderung verdienten. Rehlinger hofft auf eine Einigung noch vor dem Ende der Legislaturperiode.


Mehr zum Projekt

Umweltfreundliche Produktion
Grenzüberschreitendes Wasserstoffprojekt geplant
Die Stahl-Holding-Saar (SHS) und das Energieunternehmen Steag möchten gemeinsam mit der Saarbahn, dem Netzbetreiber Creos und Siemens Energy ein grenzüberschreitendes Wasserstoffprojekt aufbauen. Ein 100 Kilometer langes Leitungsnetz soll Erzeuger und Verbraucher miteinander verbinden. Dafür haben die Unternehmen Bundesfördermittel beantragt.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 19.08.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja