Anke Rehlinger  (Foto: Imago/BeckerBredel)

Rehlinger plädiert für 2G-Regelung

  11.11.2021 | 10:30 Uhr

Die stellvertretende Saar-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat sich für die Einführung einer 2G-Regel etwa für Diskos und Restaurants ausgesprochen. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte für nächste Woche eine Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage an.

Die Politik müsse über "den Zugang nur für Geimpfte und Genesene in bestimmten Bereichen wie Diskotheken, Veranstaltungen in Innenräumen und Gastronomie nachdenken", sagte die saarländische SPD-Landesvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger dem Spiegel.

Künftig könne man sogar über 2G für bestimmte Berufe nachdenken - aktuell sei aber nicht der Zeitpunkt, dies zu entscheiden.

Einen erneuten Lockdown sollte es aus Rehlingers Sicht nicht geben. Es dürfe "keine massiven Einschränkungen mehr für jene geben, die sich mit ihrer Impfung solidarisch gezeigt haben", so Rehlinger.

Bereits 2G in mehreren Bundesländern

Einige Bundesländer haben ihre Regelungen bereits verschärft, in Sachsen etwa gilt seit Wochenbeginn eine 2G-Regelung. Auch Thüringen will ein landesweiten 2G-Modell einführen, auch in Bayern gilt vielerorts schon 2G.

Im Saarland gilt derzeit eine 3G-Regelung für bestimmte Innenbereiche. Wer also zum Beispiel ins Restaurant möchte, muss nachweisen, dass er geimpft, getestet oder genesen ist. Für viele Veranstaltungen im Außenbereich ist kein Nachweis nötig.

Scholz kündigt Bund-Länder-Treffen an

Mehrere Politiker haben in den vergangenen Tagen auf ein neues Bund-Länder-Treffen gedrängt, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Auch die noch amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte für eine "schnellstmögliche" Runde mit den Ministerpräsidenten, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Donnerstag ein solches Treffen für die kommende Woche angekündigt. Es gehe darum, das Land "winterfest" zu machen, sagte er im Bundestag. 2G oder 3G dürfte einer der wichtigsten Diskussionspunkte bei diesem Treffen sein. Außerdem kritisiert die Union das von den Ampel-Parteien geplante Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite, wodurch der Katalog möglicher Corona-Schutzmaßnahmen eingeschränkt wird.

Corona-Schnelltests bald wohl wieder kostenlos

Weitgehend Einigkeit herrscht dagegen offenbar schon bei der Frage, ob der kostenfreie Coronatest zurückkommen soll. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Sprecher des Gesundheitsministeriums berichtet, könnte bereits ab der kommenden Woche wieder damit gestartet werden.

Über dieses Thema berichten die SR-Hörfunknachrichten am 10.11.2021.

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