Das Homburger Rathaus (Foto: SR)

Homburg will Schneidewind in Regress nehmen

Steffani Balle / Onlinefassung: Sandra Schick   21.09.2018 | 08:00 Uhr

Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind muss möglicherweise Schadensersatz an die Stadt zahlen. Den Grundsatzbeschluss, ihn persönlich in Regress zu nehmen, fällte der Stadtrat am Donnerstagabend.

Um welche Summe es geht, steht noch nicht fest. Die Gesamtkosten der "Detektiv-Affäre" in Homburg liegt bei über 300.000 Euro. Einer Summe weit jenseits der Grenze, über die ein Verwaltungschef allein verfügen darf. Die Räte wollen jetzt gerichtlich klären lassen, ob Rüdiger Schneidewind aus seinem Privatvermögen Teile oder gar die ganze Summe an die Stadtkasse zu zahlen hat.

Homburger Stadtrat prüft Regress gegen OB Schneidewind
Audio [SR 3, Steffani Balle, 21.09.2018, Länge: 03:06 Min.]
Homburger Stadtrat prüft Regress gegen OB Schneidewind

Bereits im Mai war der Stadt in einem Rechtsgutachten empfohlen worden, die Kosten für den Detektiveinsatz beim städtischen Baubetriebshof gegenüber dem SPD-Politiker geltend zu machen.

Die Ratsmitglieder begründeten das Vorgehen damit, Schaden von der Stadt abwenden zu wollen. Zum Beauftragten des Verfahrens wählte der Rat in öffentlicher Sitzung Gerhard Wagner von der SPD.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 21.09.2018 berichtet.

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