Software Sormas im Einsatz (Foto: SR)

Regionalverband nutzt jetzt Sormas zur Kontaktverfolgung

Mit Informationen von Florian Possinger   14.04.2021 | 20:32 Uhr

Als erster Kreis im Saarland setzt der Regionalverband Saarbrücken ab sofort die Software Sormas ein. Damit soll die Arbeit der Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung und der Austausch von Fällen und Zahlen mit dem RKI und anderen Ämtern erleichtert werden.

Am Dienstag ist das Saarbrücker Gesundheitsamt auf Sormas umgestiegen, eine im Auftrag der Bundesregierung entwickelte Software zur Nachverfolgung von Coronafällen. Damit können alle Arbeitsschritte – vom Eingang der Labormeldung über die Fallermittlung und das Kontaktpersonen-Management bis hin zur täglichen Meldung an das Robert Koch-Institut in einem Programm erledigt werden.

Fall-Übergabe per Mausklick - statt gesonderter Mail

Auch die Kommunikation mit anderen Ämtern wird erleichtert. Bislang musste bei der Kontaktnachverfolgung jedes Gesundheitsamt gesondert per Mail angeschrieben werden, wenn die Kontaktpersonen eines Corona-positiven Bürgers aus anderen Landkreisen kamen. Mit Sormas kann man die Fälle jetzt einfach übergeben – aber dennoch weiter "mitlesen", wenn das entsprechend vereinbart ist.  

Außerdem können künftig auch die Luca-App und das digitale Symptomtagebuch Climedo direkt an die Software angebunden werden.

Relativ reibungsloser Start

Das Gesundheitsamt wäre gerne schon früher auf die neue Software umgestiegen, sagte Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) – das sei aber vom Betreiber her nicht möglich gewesen. "So sind wir jetzt in eine ungünstige Situation hineingestartet, nämlich bei steigenden Fallzahlen", sagte Gillo. Das berge Risiken. Letztlich habe aber doch alles relativ reibungslos funktioniert.

Über dieses Thema berichtete der aktuelle bericht am 14.04.2021.

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