Logo der Uniklinik Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Land will UKS-Verwaltung reformieren

Uli Hauck   16.05.2018 | 10:26 Uhr

Der saarländische Landtag will die Verwaltung am Uni-Klinikum in Homburg reformieren. Ein entsprechender Antrag der Landesregierung ist am Mittwochvormittag mit den Stimmen von CDU, SPD und AfD in erster Lesung verabschiedet worden.

Spitzenpositionen am Universitätsklinikum sollen künftig öffentlich ausgeschrieben werden. Den Vorstandsvorsitz muss zudem nicht mehr zwingend der ärztliche Direktor übernehmen, auch der Pflege- oder der Kaufmännische Direktor können das Krankenhaus künftig leiten. Der Aufsichtsrat soll bessere Kontrollrechte bekommen, das Klinikum muss ihm künftig Quartalsberichte vorlegen.

Die Homburger Linken-Abgeordnete Barbara Spaniol warnte davor, das UKS nur als "reines Wirtschaftsunternehmen" zu betrachten. Sie forderte, dass der Landesbeitrag für Forschung und Lehre schnellstmöglich erhöht werden muss.

Bisherige Strukturen in der Kritik

Die Neuregelung ist nötig, weil der Rechnungshof die bisherigen Strukturen kritisiert hat. Sonderregelungen, die es an anderen deutschen Universitätskliniken nicht gibt, sollen abgebaut werden.

Das Universitätsklinikum Homburg führt jährlich 50.000 stationäre und 200.000 ambulante Behandlungen durch. Mit 5000 Mitarbeitern ist es auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Raum Homburg.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 16.05.2018 berichtet.

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