Ein kleines Spielzeughaus steht auf Geldscheinen. (Foto: dpa)

Neues Grundsteuermodell für das Saarland

Janek Böffel   14.04.2021 | 19:15 Uhr

Der saarländische Landtag hat am Mittwoch eine Reform der Grundsteuer auf den Weg gebracht. Für Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien sollen so künftig unterschiedliche Messzahlen gelten. Die Grundsteuer wird nach dem neuen Modell erstmals 2025 entrichtet.

Das Gesetz wurde am Mittwoch mit den Stimmen von CDU, SPD und Linken in erster Lesung an den zuständigen Ausschuss verwiesen. Notwendig geworden war das neue Gesetz durch die bundesweite Reform der Grundsteuer. Die hätte laut Berechnungen des saarländischen Finanzministeriums zu einer deutlichen Ungleichbehandlung von Wohn- und Gewerbeimmobilien geführt – zulasten des Wohnen.

Zwei unterschiedliche Messzahlen

Die saarländische Lösung dieses Problems: Künftig sollen zwei unterschiedliche Messzahlen für Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien gelten. 0,34 Promille für Wohnen und 0,64 für Gewerbe. Damit sollen Unwuchten schon bei der Berechnung der Grundsteuer ausgeglichen werden. Im Schnitt soll so keine Mehrbelastung entstehen.

Was das am Ende für jedes einzelne der 560.000 Grundstücke bedeutet, ist allerdings noch nicht klar. Auf Grundlage des neuen Gesetzes müssen die Grundstückswerte erst in einem aufwändigen Verfahren berechnet werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.04.2021 berichtet.

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