Besucher auf der Bergehalde in Landsweiler-Reden (Foto: SR)

Debatte um Straße zur Halde Reden

Jürgen Rinner / Onlinefassung: Axel Wagner   12.03.2020 | 21:34 Uhr

Wie geht es weiter mit der Halde in Landsweiler-Reden? Die landeseigene Industriekultur Saar (IKS) plant den Bau einer Straße und eines Parkplatzes, um mehr Gäste anzulocken. Das ist innerhalb der Gemeinde und vor allem innnerhalb der SPD umstritten. Die IKS informierte jetzt die Fraktion über die genauen Pläne.

Standortentwicklung contra Naturschutz: Auf diese vereinfachte Formel läuft der Streit um die geplante Straße auf die Halde hinaus. Die Straße wäre ein deutlicher Eingriff in die Landschaft: eine 5,20 Meter breite Fahrbahn, mit den Sicherungsmaßnahmen wären es acht bis zehn Meter.

Video [aktueller bericht, 12.03.2020, Länge: 3:17 Min.]
Diskussionen um Verkehrsanbindung der Halde Reden

SPD uneins

Die SPD-Fraktion im Schiffweiler Gemeinderat hat sich nun von der landeseigenen IKS über das Bauvorhaben informieren lassen. Mit 16 von 33 Abgeordneten hat die SPD nicht die absolute Mehrheit im Rat, bräuchte also mindestens eine Stimme der anderen fünf Parteien, um das Vorhaben abzulehnen. Aber ein Konsens selbst innerhalb der SPD-Fraktion zeichnet sich nach langer Sitzung nicht ab. Man werde sich in den nächsten Tagen und Wochen weiter ausgiebig über die Planungen der IKS unterhalten, sagte Ortsvorsteher Holger Maroldt (SPD). Ob sich eine Linie abzeichnet, wollte er noch nicht sagen.

Die IKS verweist darauf, dass die Straße den Autoverkehr auf die Halde bündeln würde. Beschäftigte der Alm-Hütte und Lieferanten dürften ja jetzt schon hoch fahren. Zukünftig könnte alles über die eine Straße laufen, und es gebe nur einen Schnittpunkt mit dem vorderen Fußgängerweg. Außerdem wäre der Weg auch beleuchtet. Die Pläne seien ein Gesamtkonzept.

CDU sieht Vorteile für Gemeinde

Die Fraktion der CDU im Gemeinderat sieht das wohl auch so. Sie hat elf Mitglieder. „Wir sehen in der Gesamtstruktur in der Idee der IKS tatsächlich Vorteile für die Gemeinde Schiffweiler und die Entwicklung des Tourismus“, sagte Gemeinderatsmitglied Mathias Jochum (CDU). „Ich glaube, wir müssen weg davon, dass wir hier über nur eine neue Trasse sprechen, die hoch auf die Halde gebaut werden soll, denn Straßen gibt es ja schon, sondern das Große und Ganze sehen wie die Entwicklung eines Standortmanagements, wie neue Veranstaltungsformate, die dorthin kommen.“

IKS wirbt um Zustimmung

Im Gemeinderat sitzen noch zwei Abgeordnete der Grünen, zwei der Linken und je einer von der FDP und der freien Bürgerliste. Um diese Stimmen wirbt auch die IKS. „Bei uns ist nichts in Stein gemeißelt“, so Valentin Holzer von der IKS. „Am Ende des Tages wollen wir eine sinnvolle Lösung für alle Beteiligten finden. Und dazu sind auch Modifikationen möglich, wenn sie dazu führen, das am Schluss etwas Gutes realisiert wird.“

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