Menschen feiern in einem Club (Foto: picture alliance/dpa | Sophia Kembowski)

Clubs im Saarland dürfen wieder öffnen

  06.07.2021 | 19:45 Uhr

Am Freitag treten im Saarland weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. So dürfen Diskotheken und Clubs unter strengen Auflagen wieder öffnen. Das hat der saarländische Ministerrat am Dienstag beschlossen.

Nach monatelanger Pause wegen der Corona-Pandemie dürfen ab Freitag Diskotheken und Clubs im Saarland wieder öffnen. Erlaubt ist eine Höchstzahl von 250 Gästen, wobei die Personenbegrenzung anhand der 5-Quadratmeter-Regelung bestimmt wird. Einlass gibt es nur bei Vorlage eines negativen Tests bzw. eines Geimpften- oder Genesenennachweises, und es gilt eine Maskenpflicht abseits eines festen Platzes. Außerdem muss die Kontaktnachverfolgung gewährleistet sein und Betreiber müssen für ausreichenden Belüftung sorgen sowie ein Hygienekonzept vorhalten.

Weitere Lockerungen

Gleichzeitig fällt auch das Alkoholausschankverbot zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr sowie die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe weg. Die Beschränkung der Gruppengröße auf höchstens zehn Personen an einem Tisch in der Gastronomie wird aufgehoben.

Allerdings haben bereits mehrere Clubs angekündigt, unter diesen Bedingungen nicht öffnen zu wollen.

Außerdem ist mit Inkrafttreten der Rechtsverordnung ab Freitag die Testpflicht für den Kontaktsport im Außenbereich und für Strand- und Freibäder aufgehoben. Testnachweise sind in diesem Bereich damit nur noch für Erwachsene in Schwimm- und Spaßbädern notwendig. Hotelgäste brauchen ab Freitag nur noch einen negativen Coronatest beim erstmaligen Besuch des Hotels und müssen nur noch in Innenbereichen Maske tragen.

Die zulässige Gruppengröße der Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche wurde auf 100 Personen erhöht. Bei den Testnachweispflichten wurde darüber hinaus eine Differenzierung vorgenommen. Grundsätzlich gilt eine tägliche Testung der Teilnehmenden. Bei Wochenveranstaltungen, die als Tagesveranstaltung in festen Gruppen durchgeführt werden, z. B. Stadtranderholung, ist jedoch ein Testnachweis zweimal die Woche ausreichend. Bei mehrtägigen Aufenthalten in festen Gruppen, wie zum Beispiel Zeltlagern und ähnlichem, muss zu Beginn und zum Ende der Maßnahme ein Test nachgewiesen werde.

Weitere Öffnungsschritte angekündigt

Bei weiterhin niedrigem Infektionsgeschehen will die Landesregierung auch weitere Öffnungsschritte sowie die Rücknahme verschiedener Beschränkungen beschließen. „Ich weiß, dass sich viele Menschen bereits einen Wegfall aller Beschränkungen wünschen, doch wir halten am Saarland-Modell als langfristiges Steuerungsmodell fest und ermöglichen in Verbindung mit verschiedenen Voraussetzungen so mehr öffentliches Leben", teilte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte, durch die beschlossenen Lockerungen der Beschränkungen für Veranstaltungen, Hotellerie und Gastronomie werde ein wirtschaftlicheres Arbeiten ermöglicht. So erleichtere der Wegfall der 48-Stunden-Testpflichten die saarländischen Beherbergungsbetriebe deutlich.

Beratungen über Herbst-Vorbereitungen

Trotz niedriger Infektionszahlen müsse man aber nach wie vor umsichtig sein und dürfe keine Rückschläge riskieren, sagte Hans. Die Landesregierung werde mit den Expertinnen und Experten nächste Woche die aktuelle Situation analysieren und Vorbereitungen für den Herbst beraten. Rehlinger verwies dabei auf die stärker werdende Delta-Variante.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 06.07.2021 berichtet.

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