Ein Mitarbeiter eines Rechenzentrums steckt Kabel an den Servern um (Foto: dpa/Sven Hoppe)

Gemeinsames Rechenzentrum im Hochwald

Caroline Uhl   20.09.2018 | 13:31 Uhr

Bei der geplanten landesweiten Zusammenarbeit der Kommunen im IT-Bereich geht es kaum voran. Immer mehr Städte und Gemeinden kümmern sich daher um lokale Lösungen. Am Donnerstagvormittag haben sechs Kommunen im Nordsaarland ihren gemeinsamen Umzug in ein privates Rechenzentrum bekannt gegeben.

Kommunale IT: Sechs saarländische Gemeinden preschen vor
Audio [SR 3, Carolin Uhl, 20.09.2018, Länge: 02:39 Min.]
Kommunale IT: Sechs saarländische Gemeinden preschen vor

Wadern, Weiskirchen, Losheim, Nonnweiler, Perl und Freisen erhoffen sich dadurch langfristige Einsparungen. Außerdem wollen sie in Zukunft bei der Verarbeitung von Daten, zum Beispiel bei der Steuerabrechnung, besser zusammenarbeiten. Eine schnelle Lösung für das geplante gemeinsame Rechenzentrum von Land und Kommunen wird daher immer unwahrscheinlicher.

Auch bei der Harmonisierung der Computerprogramme gibt es derzeit kaum Fortschritte. Der kommunale IT-Zweckverband eGo Saar sollte dafür eigentlich mehr Kompetenzen erhalten. Die Entscheidung über eine entsprechende Satzungsänderung war im Juni aber vertagt worden. Darüber soll erst bei der nächsten Verbandsversammlung Mitte Oktober beraten werden.

Video [aktueller bericht, 20.09.2018, Länge: 3:28 Min.]
Einweihung von neuem Rechenzentrum im Nordsaarland

Die Landesregierung ist ebenfalls für eine Aufwertung des eGo. Das Land erwägt, den eGo zu einem Pflichtverband für alle Kommunen umzubauen. Der zuständige Staatssekretär Ulli Meyer (CDU) sagte dem SR, eine Zwangsmitgliedschaft der Kommunen im eGo werde zurzeit verfassungsrechtlich geprüft.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 21.09.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen