Ein Taschenrechner liegt zwischen Geldscheinen und Münzen (Foto: pixabay/Bru-nO)

Reallöhne im Saarland leicht gestiegen

  27.03.2019 | 12:46 Uhr

Arbeitnehmer im Saarland hatten 2018 etwas mehr Geld zur Verfügung als noch ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Reallöhne um 1,1 Prozent.

Ein Vollzeitbeschäftigter verdiente im vergangenen Jahr im Saarland inklusive Sonderzahlungen durchschnittlich 3992 Euro brutto. Bereinigt um die allgemeine Verbraucherpreisentwicklung war das ein Plus von 1,1 Prozent. Damit bleibt das Saarland leicht unter der bundesweiten Entwicklung von 1,3 Prozent.

Gutverdiener profitieren am meisten

Besonders Führungskräfte profitierten im vergangenen Jahr von Lohnsteigerungen: Der Lohnindex erhöhte sich um 2,1 Prozent, während der Verdienst ungelernter Kräfte real lediglich um 0,4 Prozent anstieg.

Generell gibt es ein deutliches Lohngefälle zwischen einzelnen Branchen. Zu den Niedrigverdienern mit durchschnittlich 2174 Euro zählen laut Statistischem Amt die Beschäftigten im Gastgewerbe. Im Energiesektor liegt das durchschnittliche Monatsgehalt um gut das Zweieinhalbfache höher.

Der Bruttomonatsverdienst ist in ein rechnerischer Durchschnittswert der Gehälter von Führungskräften bis hin zu ungelernten Mitarbeitern - quer über alle Branchen. Er sagt nichts über die tatsächliche Verteilung. Die Spanne der Gehälter reicht von durchschnittlich 7200 Euro brutto bei leitenden Angestellten bis hin zu 2300 Euro bei ungelernten Kräften. Wie eine Verdienststrukturerhebung aus dem Jahr 2014 zeigt, kam jeder zweite Vollzeitbeschäftigte damals auf einen Monatslohn zwischen 1900 Euro und 3500 Euro.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 27.03.2019 berichtet.

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