Visualisierung eines Elektrofahrzeug an einer Ladestation (Foto: Pressefoto/SVOLT Energy Technology)

Politik und Wirtschaft sehen große Chancen für das Land

mit Informationen von Karin Mayer   17.11.2020 | 16:49 Uhr

Vertreter von Politik und Wirtschaft haben sich erfreut über die geplante Ansiedlung der Batteriefabrik SVolt im Saarland gezeigt. Manche sehen eine Parallele zum Bau der Ford-Werke.

Gewerkschaften und Wirtschaft begrüßen SVolt-Ansiedlung
Audio [SR 3, Karin Mayer, 18.11.2020, Länge: 00:37 Min.]
Gewerkschaften und Wirtschaft begrüßen SVolt-Ansiedlung

Es ist ein Sechser im Lotto, davon ist Heino Klingen von der Industrie- und Handelskammer überzeugt: Die Ansiedlung einer Batteriefabrik des chinesischen Unternehmens SVolt habe das Potential, eine Wende in der Entwicklung der Saar-Wirtschaft herbeizuführen. Er vergleicht das Projekt mit dem Bau des Ford-Werks Ende der 1960er Jahre.

Armin Gehl vom Verband Autoregion begrüßt die Ansiedlung ebenfalls. Das sei eine Supersache für das Land, sagte er dem SR. Gehl hofft, dass die gesamte Großregion von Ansiedlung profitieren wird. Zudem seien damit all jene widerlegt, die das Autoland Saar schon frühzeitig abschreiben wollten. Die Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände reagierte ebenfalls positiv auf die Ansiedlung.

Kommentar: SR-Chefredakteurin Armgard Müller-Adams zu den geplanten SVolt-Werken im Saarland
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 17.11.2020, Länge: 02:05 Min.]
Kommentar: SR-Chefredakteurin Armgard Müller-Adams zu den geplanten SVolt-Werken im Saarland

Politik erfreut über SVolt-Ansiedlung
Audio [SR 3, Florian Mayer, 18.11.2020, Länge: 00:43 Min.]
Politik erfreut über SVolt-Ansiedlung

Die Aussicht auf bis zu 2000 neue Arbeitsplätze für das Saarland sind für Ralf Cavelius von der IG Metall Saarlouis ein Grund zur Freude. Das wäre zumindest ein Ausgleich für die Arbeitsplätze, die verloren gegangen sind. Es sei eine neue Dimension für die Automobilindustrie und bestätige die Attraktivität der Region.

Auch in der Politik einhellige Zustimmung. Sogar Oppositionsführer Oskar Lafontaine (Linke), bezeichnet es als "Erfolg für die saarländische Landesregierung". Die Investition sollte zum Anlass genommen werden, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China zu intensivieren.

Verbindung von Industrie und Ökologie

"Ein großer Erfolg für das Saarland"
Audio [SR 3, (c) SR, 18.11.2020, Länge: 04:51 Min.]
"Ein großer Erfolg für das Saarland"

Landrat Patrik Lauer (SPD) bezeichnet die Ansiedlung des Auto-Batterieherstellers SVolt in Überherrn als einen Meilenstein für die wirtschaftliche Zukunft im Landkreis Saarlouis. Lauer begrüßt außerdem die grüne Philosophie des Unternehmens. SVolt verwende bei der Batterieherstellung ausschließlich ökologischen Strom und verzichte zusätzlich auf giftiges und teures Kobalt. Die Ansiedlung zeige, dass industrielle Fertigung und Ökologie kein Widerspruch seien, sondern an einem modernen Wirtschaftsstandort zueinander gehörten.

"Es zeigt, dass wir den Umbruch schaffen können"
Audio [SR 3, 18.11.2020, Länge: 04:06 Min.]
"Es zeigt, dass wir den Umbruch schaffen können"

Ähnlich äußerte sich der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Markus Tressel. Die Ansiedelung zeige, dass die Verkehrs- und Antriebswende industrielle Arbeitsplätze sichern oder gar neue schaffen kann. Nun gelte es, die Ansiedlung zum Erfolg zu führen und unter anderem die Rahmenbedingungen in der Forschungslandschaft des Saarlandes im Greentech-Bereich deutlich zu verbessern.

Überherrns Bürgermeisterin Anne Ylineva-Hoffmann (SPD) sprach von bedeutenden Fortschritten beim Strukturwandel. Das Linslerfeld biete aufgrund seiner Größe, Lage, seiner Topographie und seiner verkehrlichen Anbindung einen sehr attraktiven Standort für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe. Ylineva-Hoffmann versprach Transparenz bei der Umsetzung der Ansiedlung.


Mehr zum Thema:

Dr. Heino Klingen zur SVolt-Ansiedlung im Saarland
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Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 17.11.2020 berichtet.

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