Beliebt bei den Franzosen: Staatspräsident Emmanuel Macron (Foto: dpa)

Frankreich-Wahl: Gemischte Reaktion aus der Saar-Politik

  12.06.2017 | 18:01 Uhr

Frankreich hat gewählt und sich wie schon bei der Präsidentschaftswahl für Emmanuel Macron und seine Bewegung "en marche" entscheiden. Sie könnte im zweiten Wahlgang wohl auch tatsächlich die absolute Mehrheit erreichen. Die saarländische Landespolitik verbindet das Ergebnis größtenteils mit vielen Hoffnungen, sieht aber auch Schattenseiten.

Das französische Parteiensystem quasi über Nacht über den Haufen geworfen, samt katastrophaler Ergebnissen für die Konservativen und noch schlimmer für die Sozialisten: Und trotzdem - die meisten saarländischen Parteien begrüßen das Ergebnis. Macron stehe wie kaum ein anderer Präsident für die deutsch-französische Freundschaft, sagte CDU-Fraktionschef Tobias Hans. Auch für das Saarland sei das Ergebnis positiv.

Auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, Stefan Pauluhn, begrüßte es, dass Macron nun auch eine Parlamentsmehrheit für seine Reformen habe. Der Zustand der Sozialdemokratischen Schwesterpartei PS bereite ihm allerdings Sorgen.

AfD erwartet Proteste und Demonstrationen

Die Opposition im Landtag bewegte vor allem die niedrige Wahlbeteiligung von nur rund 50 Prozent. Ein Faktor sei sicher, dass die vorhergesagte Eindeutigkeit viele Oppositionswähler davon abgehalten habe, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jochen Flackus. Sollte sich die absolute Mehrheit für Macrons "en marche" im zweiten Wahlgang bestätigen, erwartet der stellvertretende AfD-Fraktionschef Rolf Müller, dass sich die Opposition in Frankreich wohl auf die Straße verlagern werde.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 12.06.2017 berichtet.

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