Ein junger Mann raucht in einer Bar eine Wasserpfeife.  (Foto: dpa/Patrick Lux)

Polizei durchsucht Shisha-Bar und Kioske in Saarbrücken

mit Informationen von Markus Person   07.02.2020 | 21:36 Uhr

Die Polizei hat am Freitagabend in Saarbrücken Geschäftsräume und Wohnungen durchsucht. Hintergrund ist der Angriff auf eine Shisha-Bar und einen Kiosk-Besitzer Ende Januar. Ein Mann wurde bei der Razzia vorläufig festgenommen.

Punkt 18.00 Uhr fuhr die Polizei am Freitagabend mit rund 60 Einsatzkräften zeitgleich vor den Objekten in der Dudweilerstraße und der Schumannstraße vor. Anschließend durchsuchten sie eine Shisha-Bar, zwei Kioske und zwei Wohnungen nach Beweismitteln.

Video [aktueller bericht am Samstag, 08.02.2020, Länge: 3:59 Min.]
Razzia in Saarbrücker Shisha-Bar-Szene

Cannabis-Produkte und Schlagwaffen

Ein 33-jähriger Mann aus Saarbrücken wurde vorläufig festgenommen, weil bei ihm eine nach Polizeiauskunft "nicht geringe Menge" an Betäubungsmitteln gefunden wurde, darunter überwiegend Cannabis-Produkte. Sichergestellt wurden außerdem Mobiltelefone, Computer und Speichermedien. Die Beamten beschlagnahmten nach SR-Informationen zudem Schlagwaffen, unter anderem Baseballschläger, Handbeile, Tischbeine und Besenstiele.

Hintergrund des Einsatzes waren die Ermittlungen nach dem Angriff einer etwa 15-köpfigen Personengruppe am 25. Januar auf eine Bar in Saarbrücken, bei der ein Mann attackiert und die Einrichtung des Ladens zertrümmert worden waren. Zudem gehen die Ermittler davon aus, dass es eine Verbindung zu einem Angriff auf einen 34-Jährigen gibt, der mit einem Messer verletzt worden war.

"Die Polizei in Saarbrücken nimmt solche Auseinandersetzungen, wie letztmalig im Jahr 2018, sehr ernst und ergreift konsequent Gegenmaßnahmen, um einer Eskalation frühzeitig entgegen zu wirken. Wir werden unsere regelmäßigen Kontrollen an Brennpunkten durch Sondereinsätze in den nächsten Wochen noch intensivieren", kündigte Einsatzleiter Michael Hammerschmitt am Freitagabend an.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.02.2020 berichtet.

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