Ott Tänak am Freitag bei der Deutschland-Rallye (Foto: imago images / Eibner)

CDU- und SPD-Minister verteidigen Rallye im Saarland

Carolin Dylla   27.08.2019 | 16:34 Uhr

Sportminister Klaus Bouillon (CDU) und Umweltminister Reinhold Jost (SPD) haben sich beide für die ADAC-Deutschland-Rallye ausgesprochen. Die Genehmigung sei an hohe Umweltschutzauflagen geknüpft gewesen.

Der saarländische Umweltminister stellte klar, seine Aufgabe sei, die Anträge nach geltenden Naturschutz-Vorgaben zu prüfen. Wenn am Ende ein Ausgleich verschiedener Interessen erreicht werde, habe er dem schlicht zuzustimmen.

Umweltverträglichkeitsprüfung

Gibt es eine Neuauflage der ADAC-Rallye im Saarland?
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 27.08.2019, Länge: 01:04 Min.]
Gibt es eine Neuauflage der ADAC-Rallye im Saarland?

Der Minister betonte, die Genehmigung sei in diesem Jahr zum ersten Mal an eine Umweltverträglichkeitsprüfung geknüpft gewesen. Die habe ein anerkanntes externes Büro geleitet. Dort seien auch Umweltverbände eingebunden worden. Das habe den ADAC mehrere Zehntausend Euro gekostet und dazu geführt, dass der ADAC einige Strecken nicht so festlegen konnte wie eigentlich gewünscht. Nach dieser Vereinbarung hatten die Verbände, so Jost, darauf verzichtet, gegen die Rallye zu klagen.

Sportminister Bouillon sagte, er stehe hinter der Rallye. Er habe auch schon die Finanzierung für das nächste Jahr zugesagt. Ob die Rallye 2020 allerdings noch einmal ins Saarland kommt, ist unklar. Laut Bouillon soll sie dann im Oktober stattfinden. Das Saarland zu diesem Punkt einzubinden, sei wegen der Weinlese an der Mosel nicht möglich. Allerdings, so Bouillon, laufen die Gespräche mit dem Verband noch.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 27.08.2019 berichtet.

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