RAG Pläne für Heinitz (Foto: SR 3/Steffani Balle)

Pläne für ehemalige Kokerei Heinitz vorgestellt

Steffani Balle   13.03.2018 | 08:04 Uhr

Das Gelände der ehemaligen Kokerei in Neunkirchen-Heinitz soll komplett abgedichtet werden. Die RAG Montan, die sich um die Nachnutzung ehemaliger Bergbauflächen kümmert, stellte am Montagabend in der Aula der Waldschule den Bürgern ihre Pläne vor.

Vier Jahre lang werden die Anwohner nun mit rund 20.000 LKW im Jahr leben müssen. Dennoch überwog bei den Zuhörern die Erleichterung darüber, dass die Sanierung des über 13 Hektar großen Geländes der ehemaligen Kokerei nun endlich beginnt. Denn durch die Komplett-Abdichtung der stark kontaminierten Fläche soll es auch endlich ein Ende haben mit Teer-Gestank im Sommer und der Furcht, ständig giftigen Gasen ausgesetzt zu sein.

Video [aktueller bericht , 13.03.2018, Länge: 2:59 Min.]
RAG stellt Sanierungspläne für ehemalige Kokerei vor

Die Pläne für das Kokerei-Gelände Heinitz
Audio [SR 3, Steffani Balle, 13.03.2018, Länge: 03:05 Min.]
Die Pläne für das Kokerei-Gelände Heinitz

Die Kokerei war in den 60er Jahren geschlossen worden, ohne dass eine Entgiftung stattgefunden hätte. Der Projektbeauftragte der RAG bezifferte die Belastung des Bodens durch Kohlenstoffe in unterschiedlichen Zusammensetzungen auf rund ein Viertel des gesamten Erdreichs.

Der am stärksten kontaminierte Teil, rund 1000 LKW-Ladungen voll, wird zur Entsorgung in eine Spezial- Verbrennungsanlage bei Köln gebracht. Der Rest der Fläche soll mit einer verschweißten Plastikabdeckung wasserdicht versiegelt und mit ungiftigem Berghalde-Schutt anderer Deponien im Land aufgeschüttet werden.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 13.03.2018 berichtet.

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