Der RAG-Pumpstandort in Reden (Foto: SR)

RAG: Grubenwasseranstieg notwendig

mit Informationen von dpa   03.05.2018 | 14:42 Uhr

Der Bergbaukonzern RAG rechnet mit einer Genehmigung für den Grubenwasseranstieg im Saarland. Das Unternehmen ist überzeugt davon, dass der geplante Anstieg eine ökologisch nachhaltige und notwendige Lösung sei.

Video [aktueller bericht, 03.05.2018, Länge: 2:51 Min.]
Umgang mit PCB-belastetem Grubenwasser

Mit dem Grubenwasserkonzept Saar nähere man sich stufenweise den natürlichen Gegebenheiten an, teilte der Regionalbeauftragte der RAG an der Saar, Uwe Penth, mit. "Das Abpumpen von Grubenwasser war nur erforderlich in Zeiten des Bergbaus", so Penth weiter. Danach sei es aus ökologischen Gründen unsinnig, da die Pumpen zu viel Strom brauchten und das Gewässer dadurch belastet würde.

In den rund 30 beteiligten Städten und Gemeinden regt sich jedoch Protest gegen das Vorhaben, das Grubenwasser auf 320 Meter unter Normalnull ansteigen zu lassen. Rund 7000 Bürger haben beim Oberbergamt Einwendungen gegen die Pläne eingereicht. Sie befürchten vor allem eine Belastung des Grundwassers und Bodenbewegungen. Die RAG wies diese Befürchtungen zurück: Es seien "keine unkontrollierten Gasaustritte" und keine Bergschäden, sondern "allenfalls Erschütterungen" zu erwarten, sagte der Leiter der Grubenwasserhaltung, Michael Drobniewski.

Anstieg betrifft nicht Trinkwassergewinnung

Etwaige PCB-Belastungen in Flüssen und Bächen ließen sich außerdem "effektiv reduzieren". Auch gebe es keine Auswirkungen auf die Qualität des Trinkwassers: "In keinem Gebiet im Saarland berührt der geplante Anstieg auf minus 320 Meter die Trinkwassergewinnung." Nach einem Gespräch mit Bürgermeistern aus den betroffenen Gemeinden will die RAG das Grundwasserkonzept Saar im Mai und Juni bei Bürgerdialogen in Schwalbach, Heusweiler und Quierschied vorstellen.

Noch ist offen, wann das Planfeststellungsverfahren beendet ist. Das saarländische Wirtschaftsministerium rechnet nicht damit, dass es in diesem Jahr eine Entscheidung geben wird.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 03.05.2018 berichtet.

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