Bergleute unter Tage (Foto: dpa)

RAG arbeitet an Grubenwasser-Monitoring-Konzept

Karin Mayer   08.07.2020 | 14:55 Uhr

Ein Jahr nach dem Erörterungstermin für das Grubenwasserkonzept in Ensdorf hat die RAG ein Konzept für ein Monitoring für den Anstieg des Grubenwassers angekündigt. Derzeit liegt offenbar nur ein Entwurf für das Konzept vor, in den die RAG keinen Einblick gewährt.

Welche Folgen hat der Anstieg des Grubenwassers für die Gewässer auf Gebäude und mögliche Erdbewegungen? Ob es um Trinkwasser, Gewässer oder auch mögliche Gasautritte geht, die RAG muss diesen Prozess genau beobachten.

Video [aktueller bericht, 08.07.2020, Länge: 2:48 Min.]
RAG möchte Genehmigung für Grubenflutung

RAG arbeitet an Grubenwasser-Monitoring-Konzept
Audio [SR 3, Karin Mayer, 08.07.2020, Länge: 02:58 Min.]
RAG arbeitet an Grubenwasser-Monitoring-Konzept

Der Leiter des Genehmigungsverfahrens bei der RAG, Werner Grigo, teilte mit, derzeit gebe es Entwürfe, die noch mit dem Umweltministerium und den Bergbehörden abgestimmt werden müssten. Das fertige Monitoring-Konzept soll voraussichtlich im Spätsommer oder Herbst vorliegen. Ziel der RAG ist, die Genehmigung der Grubenflutung noch in diesem Jahr zu bekommen.

Jost kritisiert RAG

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) sagte dem SR, die RAG habe sich zunächst geweigert, ein Konzept vorzulegen. Er habe nicht den Eindruck, dass das Unternehmen verstanden habe, in welcher Position es sei. Bisher habe die RAG an vielen Stellen wenig oder nichts geliefert.

Mit Blick auf die Wasserproblematik betonte Jost, nur wenn die RAG nachweisen könne, dass Gefährdungen des Trinkwassers ausgeschlossen sind, sei das Grubenwasserkonzept genehmigungsfähig. Ohne diesen Nachweis gebe es keine Genehmigung, so der Umweltminister.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 08.07.2020 berichtet.

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