Protest der Stahlarbeiter vor dem saarländischen Landtag (Foto: SR/Karin Butenschön)

1000 Stahlbeschäftigte vor dem Landtag

Karin Mayer   02.10.2019 | 17:36 Uhr

Vor dem Landtag haben am Mittwochnachmittag etwa 1000 Beschäftigte der saarländischen Stahlbranche gegen den geplanten Stellenabbau protestiert. Dazu aufgerufen hatten die IG Metall Völklingen, die Betriebsräte der Stahlunternehmen und der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Demo der Stahlbeschäftigten vor dem Landtag
Audio [SR 3, Karin Mayer, 02.10.2019, Länge: 04:05 Min.]
Demo der Stahlbeschäftigten vor dem Landtag

Die Kritik an den Plänen der Stahlunternehmen wächst: 1500 Jobs streichen und 1000 weitere auslagern – das sei nicht durchdacht, so Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen. Arbeiten auszulagern, in Betriebe ohne Tarifvertrag und ohne Mitbestimmung, das sei mit der Gewerkschaft nicht zu machen. Das haben die Proteste der Belegschaften in den letzten Tagen schon deutlich gemacht. Die Betriebsräte werden die Pläne nicht einfach abnicken. Der Betriebsratsvorsitzende Stephan Ahr hat vorgeschlagen, die Arbeitszeit der Beschäftigten zu reduzieren, und die Belegschaft an Bord zu halten.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger will notfalls gemeinsam mit den Beschäftigten noch einmal nach Brüssel und Berlin fahren und dort für bessere Bedingungen für die Stahlunternehmen zu kämpfen.

Video [aktueller bericht, 02.10.2019, Länge: 3:02 Min.]
Stahlarbeiter demonstrieren vor dem Landtag

Proteste zeigen erste Erfolge

Der Protest der Beschäftigten zeigt unterdessen erste Erfolge: Die Auszubildenden von Saarstahl und Dillinger werden übernommen. Diese Zusage haben die Betriebsräte seit Mittwoch.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 02.10.2019 berichtet.

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