Die Gewerkschaft NGG prostestiert vor der Zentrale der Firma Nestlé (Foto: dpa)

Proteste gegen Jobabbau bei Nestlé

  11.08.2018 | 11:06 Uhr

Nestlé plant, an mehreren Standorten in Deutschland Personal abzubauen. Die Gewerkschaft NGG hat die Beschäftigten deshalb zu Protesten aufgerufen. Das Werk im Saarland ist nach Unternehmensangaben von den Stellenkürzungen nicht betroffen.

Der Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG, Baumeister, kritisierte Pläne des Lebensmittelkonzerns, Standorte in Ludwigsburg und Weiding zu schließen. Grund dafür seien überzogene Renditeerwartungen. Wer deshalb Arbeitsplätze vernichte, handele unmoralisch. Dagegen protestiere die Gewerkschaft, denn jeder Standort könne der nächste sein.

Ein Unternehmenssprecher von Nestlé bestätigte dem SR die Schließungspläne für das Werk in Ludwigsburg. In zwei weiteren Werken werde Personal abgebaut. Die Standorte seien nicht ausgelastet, die Auftragslage rückläufig. Für die Mitarbeiter seien sozialverträgliche Lösungen gefunden worden.

Saarländisches Werk voll ausgelastet

Das Werk von Nestlé Wagner im Saarland ist nach Unternehmensangaben voll ausgelastet. Eine Sprecherin sagte dem SR, es sei nicht geplant, Produktion zu verlagern. Der Konzern habe zudem hohe Investitionen in den Standort Nonnweiler-Otzenhausen getätigt, um die Zukunft zu sichern.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.08.2018 berichtet.

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