Schülerinnen und Schüler bei der Abiturprüfung (Foto: dpa/Roland Weihrauch)

Protest gegen Mathe-Abi wächst

  05.05.2019 | 20:06 Uhr

Der Protest gegen das Mathematik-Abitur im Saarland nimmt weiter zu. Eine entsprechende Onlinepetition auf der Plattform change.org haben seit ihrem Start am Freitag bereits mehr als 3000 Menschen unterschrieben. Auch in mehreren anderen Bundesländern wurden ähnliche Petitionen gestartet.

Die Abiturienten im Saarland kritisieren, dass die Aufgaben im Vergleich zu den Vorjahren viel zu schwierig gewesen seien. Zudem seien Aufgaben gestellt werden, die vorher nicht Teil des Unterrichts gewesen waren.

Matheabi: "Struktur der Aufgaben war das Problem"
Audio [SR 1, (c) Christian Balser und Kerstin Mark, 06.05.2019, Länge: 02:00 Min.]
Matheabi: "Struktur der Aufgaben war das Problem"
SR-Reporter Thomas Treinies erläutert im Gespräch mit Moderatoren Christian Balser und Kerstin Mark das Problem.

Die Petition soll nächste Woche an den saarländischen Bildungsminister Ulrich Commerçon übergeben werden. Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) kündigte am Montag an, dass sich die Korrektorenkonferenz am Mittwoch mit den Vorwürfen befassen werde. Die Linkspartei im Landtag fordert, die Vorwürfe aufzuklären. Gegebenenfalls müsse auch das Auswahlverfahren für die Aufgaben auf den Prüfstand. Die AfD hat angekündigt, das Thema auch in der nächsten Plenarsitzung des Landtags thematisieren zu wollen.

Proteste in mehreren Bundesländern

Auch in anderen Bundesländern gibt es heftige Proteste gegen die diesjährige Matheprüfung. An Petitionen in Bayern, Niedersachsen, Hamburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich bis Sonntagnachmittag mehr als 60.000 Mitstreiter.

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Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 05.05.2019 berichtet.

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