Prostituierte sitzen in einem Bordell an einer Bar. (Foto: dpa/Oliver Berg)

Landtag verabschiedet neues Prostitutionsgesetz

Mit Informationen von Janek Böffel   24.10.2017 | 20:01 Uhr

Am Dienstag ist im saarländischen Landtag das neue Prostitutionsgesetz verabschiedet worden. Es beinhaltet sowohl eine Meldepflicht, als auch eine Gesundheitsberatung für Sexarbeiterinnen.

Für die laut Polizeischätzungen rund 1500 Prostituierten im Saarland gibt es jetzt neue Regeln: Alle zwei Jahre müssen sich die Sexarbeiterinnen anmelden. Diese Anmeldung kostet 50 Euro. Außerdem gibt es beim Regionalverband Saarbrücken eine Gesundheitsberatung als zentrale Anlaufstelle.

Meldegebühren sorgen für Kritik

Die Meldegebühr von 50 Euro stößt im Landtag auf Kritik. Der Linken-Abgeordnete Dennis Lander befürchtet, dass die Frauen durch diese Kosten zusätzlich in die Illegalität getrieben werden. Auch aus den Reihen der AfD wurde Kritik laut.

CDU und SPD befürworteten das Gesetz. Laut SPD-Politikerin Pia Döring könnte so für eine bessere Übersicht über das Rotlichtmilieu gesorgt werden. Außerdem werde man die Meldegebühr im kommenden Jahr überprüfen und gegebenenfalls wieder senken, so CDU-Sozialministerin Monika Bachmann.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten am 24.10.2017 berichtet.

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