Prostituierte sitzen in einem Bordell an einer Bar. (Foto: dpa/Oliver Berg)

Wenige angemeldete Prostituierte im Saarland

  03.07.2018 | 15:54 Uhr

Das Prostituiertenschutzgesetz ist im Saarland nur schleppend angelaufen. Wie der Regionalverband Saarbrücken dem Saarländischen Rundfunk sagte, wurden seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes im Dezember vergangenen Jahres rund 330 Anmeldebescheinigungen ausgestellt.

Weitere rund 50 Anmeldegespräche seien terminiert. Seit September 2017 hätte es zudem insgesamt 463 gesundheitliche Beratungen gegeben. Für über 140 seien Termine vereinbart. Schätzungen zufolge gibt es im Saarland zwischen 1000 und 1500 Prostituierte.

Per Gesetz sind sie seit Dezember 2017 verpflichtet, sich alle zwei Jahre neu anzumelden und sich gesundheitlich beraten zu lassen. Im Saarland ist dafür der Regionalverband Saarbrücken zuständig. Diese Gesundheitsberatung war im vergangenen Jahr auch von Verbänden und Organisationen kritisiert worden. Ihrer Ansicht nach übt das Gesetz, das laut Titel mehr Schutz für die Frauen verspricht, nur Kontrolle aus.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 03.07.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen