Folsterhöhe in Saarbrücken (Foto: imago images/Becker&Bredel)

"Saarbrooklyn"-Beschwerde abgewiesen

  20.09.2019 | 10:33 Uhr

Die Stadt Saarbrücken ist mit ihrer Programmbeschwerde gegen die "Saarbrooklyn"-Reportage bei Spiegel TV gescheitert. Die zuständige Landesmedienanstalt konnte keinen Verstoß feststellen.

Der Beitrag entspreche anerkannten journalistischen Grundsätzen, teilte die Niedersächsische Landesmedienanstalt am Freitag mit. Gesetzliche Ausgewogenheitskriterien würden eingehalten. Und es gebe kein umfassendes Neutralitätsangebot, das Spiegel TV verbiete, "Probleme unter einem bestimmten Blickwinkel zu schildern."

Video [aktueller bericht, 20.09.2019, ab 18:33 Min.]
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Die Reportage, in der insbesondere die Armut und Drogenproblematik in Saarbrücken thematisiert wurde, hatte für viel Kritik gesorgt. Die Landeshauptstadt und viele Einwohner fühlten sich in ein schlechtes Licht gerückt.

Landeshauptstadt akzeptiert Entscheidung

Die Stadt Saarbrücken akzeptiere die Entscheidung der Medienanstalt, sagte der Saarbrücker Rechtsdezernent Jürgen Wohlfahrt. Aber: "An unserer inhaltlichen Kritik an dem Beitrag halten wir fest", so Wohlfahrt. Grundsätzlich habe auch die Medienanstalt festgestellt, dass der Beitrag nicht vollständig neutral gewesen sei, sondern eine klare redaktionelle Zielsetzung aufweise.

Finanziell hat die abgewiesene Beschwerde keine Auswirkungen für die Stadt. "Eine medienrechtliche Programmbeschwerde ist kein Rechtsstreit wie eine Klage. Sie hat keine Kosten verursacht", sagte Wohlfahrt.

Hintergrund

Nach "Saarbrooklyn"-Reportage
Programmbeschwerde wegen TV-Beitrag eingelegt [23.07.2019]
Der umstrittene "Saarbrooklyn"-Beitrag von Spiegel TV sorgt weiter für Ärger. Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz bestätigte dem SR einen Bericht der Saarbrücker Zeitung, wonach Programmbeschwerde eingelegt wurde.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 20.09.2019 berichtet.

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