Gipfel zur Präsidentschaft des Saarlandes in der Großregion (Foto: Oliver Buchholz/SR)

Hans stellt Programm für Großregion vor

Axel Wagner / mit Informationen von Carolin Dylla und Oliver Buchholz   25.03.2019 | 17:30 Uhr

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat am Montag in Saarbrücken das Programm für die Gipfelpräsidentschaft der Großregion vorgestellt. Wirtschaftliche Hürden abbauen, die Großregion bekannter machen und das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken: das sind die großen Ziele, die sich der saarländische Ministerpräsident für die kommenden beiden Jahre gesetzt hat.

Als eines seiner Hauptziele hat Hans die Förderung der Universität der Großregion genannt. Dazu gehöre auch, dass die gemeinsame Forschung stärker gefördert und Ergebnisse auf Ebene der Großregion ausgezeichnet werden. Ein neues Förderinstrument soll deshalb eingeführt werden.

Video [aktueller bericht, 25.03.2019, Länge: 3:21 Min.]
Hans stellt Programm für die Großregion vor

Tobias Hans setzt auf Ideen junger Leute für die Großregion
Audio [SR 2, Holger Büchner / Oliver Buchholz, 26.03.2019, Länge: 02:50 Min.]
Tobias Hans setzt auf Ideen junger Leute für die Großregion

Weiterhin fordert Hans ein Grenzraumrecht, mit dem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und ÖPNV vereinfacht werden kann. Ein solches Recht könne nur auf höchster Ebene angegangen werden. Am Ende der saarländischen Präsidentschaft 2020 soll es  deshalb einen Gipfel in Berlin geben. Auch in Paris und Brüssel soll dem Thema Nachdruck verliehen werden.

Um die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben soll eine interregionale Bauausstellung initiiert werden. Wo und wann diese stattfinden soll, ist allerdings noch unklar. Ende Januar hatte das Saarland für zwei Jahre den Vorsitz der Großregion übernommen.

Diskussion mit Jugendlichen

Auftakt: Gipfelpräsidentschaft der Großregion
Audio [SR.de, 25.03.2019, Länge: 00:53 Min.]
Auftakt: Gipfelpräsidentschaft der Großregion
Wirtschaftliche Hürden abbauen, die Großregion bekannter machen und das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken - das sind die großen Ziele, die sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans für die kommenden beiden Jahre gesetzt hat.

In Form einer Fishbowl-Diskussion im Konferenzgebäude des SR stellten sich Vertreter der Gipfelländer kritischen Fragen von rund 100 jungen Erwachsenen aus der Großregion. Hans sagte, die Mitwirkung besonders der jungen Generation sei „das Kernelement, welches unsere Region stark und zukunftsfähig macht“. Die Großregion wolle ein Zentrum der Begegnung, der Freundschaft und des Zusammenhalts sein. „Grenzregionen sind nicht zuletzt Chancen-Regionen.“

In der Großregion leben fast zwölf Millionen Menschen – rund 220.000 pendeln täglich über die Grenzen hinweg zur Arbeit. Das Gebiet umfasst neben dem Saarland und Rheinland-Pfalz auch Luxemburg, die Wallonie und Teile der Region Grand-Est.

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Rundschau vom 25.03.2019 berichtet.

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