Privatinsolvenz (Foto: picture alliance/Alexander Heinl/dpa)

Weniger Saarländer pleite

  04.10.2019 | 10:02 Uhr

Im Saarland haben im ersten Halbjahr 2019 weniger Menschen Privatinsolvenz angemeldet als ein Jahr zuvor. Dennoch liegt das Saarland weiter über dem Bundesschnitt, wie aus dem Schuldenbarometer des Informationsdienstes Crifbürgel hervorgeht.

660 Privatleute haben zwischen Januar und Juni im Saarland Insolvenz gemeldet - knapp acht Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bundesweit war das nach Thüringen und Bayern der stärkste Rückgang. Insgesamt erreichte die Zahl der Privatpleiten den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Crifbürgel-Geschäftsführer Christian Bock führt das auf die niedrige Arbeitslosenquote zurück

Saarland im oberen Mittelfeld

Trotz des starken Rückgangs liegt das Saarland mit 66 Insolvenzen pro 100.000 Einwohnern im Bundesvergleich im oberen Mittelfeld. Die Insolvenzhochburgen in Deutschland sind im Norden zu finden: In Bremen waren 83 von 100.000 Menschen zahlungsunfähig, in Schleswig-Holstein und Niedersachsen je 74. Die wenigsten Privatpleiten bezogen auf die Einwohnerzahl gab es mit 32 Fällen pro 100.000 Einwohnern in Bayern.

Für 2020 erwartet die Wirtschaftsauskunftei wieder einen Anstieg der Zahlen.

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