Wahlplakate von Le Pen und Macron (Foto: picture alliance/dpa/AP | Bob Edme)

Macron und Le Pen gehen in Stichwahl

mit Informationen von Lisa Huth   11.04.2022 | 14:50 Uhr

Bei der französischen Präsidentschaftswahl ziehen Amtsinhaber Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen in die zweite Runde ein. Beide treten gegeneinander in einer Stichwahl an. Anders als landesweit schnitt Le Pen in Grand Est besser ab als Macron.

Nach dem ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl steht fest: Am 24. April gibt es ein Duell zwischen Amtsinhaber Emmanuel Macron und seiner rechtspopulistischen Herausforderin Marine Le Pen. Macron geht mit 27,6 Prozent und Le Pen mit 23,4 in die Stichwahl.

Die übrigen Kandidaten folgten mit einigem Abstand. Umfragen im Vorfeld der Wahl hatten ein deutlich knapperes Ergebnis vorhergesagt.

Video [aktueller bericht, 11.04.2022, Länge: 3:40 Min.]
Stichwahl in Frankreich zwischen Macron und Le Pen

Zweiter Wahlgang am 24. April

In Frankreich muss der Präsident mit absoluter Mehrheit gewählt werden. Weil keiner der Kandidaten ein solches Ergebnis im ersten Wahlgang erzielt hat, gibt es am 24. April eine Stichwahl.

Macron und Le Pen waren schon 2017 in der Stichwahl gewesen, die Macron damals klar für sich entscheiden konnte.

Le Pen in Grand Est vorne

Stichwahl zwischen Macron und Le Pen
Audio [SR 1, (c) SR 1, 11.04.2022, Länge: 02:00 Min.]
Stichwahl zwischen Macron und Le Pen

Während Macron in Frankreich insgesamt vorne liegt, ist es in Grand Est genau umgekehrt: In allen zehn Départements der Region liegt Marine Le Pen vor Emmanuel Macron.

In den Städten und Gemeinden entlang der Grenze zum Saarland genau das gleiche Bild. Ob in Saargemünd, Forbach, Creutzwald, Stiring-Wendel, Bouzonville oder Boulay: Überall liegt die Rechtsaußen-Kandidatin vor dem amtierenden Präsidenten. Ausnahmen sind Bitche und Thionville, die folgen dem frankreichweiten Trend mit Macron an der Spitze.

In einigen kleineren Gemeinden wie Behren-lès-Forbach oder Farébersviller hat der Linksaußen Mélenchon das Rennen gemacht. Frankreichweit landet dieser aber nur auf dem dritten Platz. Die französischen Wähler im Saarland haben Macron vor Mélenchon gewählt.

Frankreich-Wahl aus regionaler Sicht
Audio [SR 3, (c) SR 3 Lisa Huth, 11.04.2022, Länge: 02:32 Min.]
Frankreich-Wahl aus regionaler Sicht

Asselborn zeigte sich besorgt

Nach der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl hat sich der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn besorgt über das gute Abschneiden EU-feindlicher Parteien geäußert. Asselborn nannte es am Montag in Luxemburg "sehr besorgniserregend", dass rechte und linke Populisten insgesamt mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten haben. Frankreich befinde sich in einer "Art politischem Bürgerkrieg". Einen Wahlsieg Le Pens müssten "die Franzosen verhindern", sagte Asselborn. 

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Über dieses haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.04.2022 berichtet.

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