Briefe werden in einen Briefkasten geworfen. (Foto: picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Post will Briefporto deutlich erhöhen

Kai Forst   08.08.2018 | 12:05 Uhr

Die Deutsche Post will an der Preisschraube drehen. Ab dem kommenden Jahr könnte das Brief-Porto von 70 auf 80 Cent steigen. Wie Post-Chef Frank Appel in einer Konferenz mit Analysten mitteilte, soll das neue Porto dann für einen längeren Zeitraum gelten.

Die letzte Preiserhöhung liegt noch nicht allzu lange zurück: 2016 hatte die Deutsche Post das Porto für den Standardbrief von 62 auf 70 Cent erhöht – die größte Steigerung seit 1989. Nun soll das Briefporto erneut um zehn Cent teurer werden. Ab 2019 wird nach Medien- und Agenturberichten eine Preiserhöhung auf 80 Cent erwartet.

Wie Post-Chef Frank Appel am Dienstagabend in einer Konferenz mit Analysten mitteilte, soll das neue Porto für einen längeren Zeitraum als nur ein Jahr gelten. Dies sei besser als mehrere kleinere Preisschritte. Zuvor muss die Post aber noch die Entscheidung der für den Briefmarkt zuständigen Bundesnetzagentur abwarten. Die signalisierte aber bereits, einer Porto-Erhöhung offen gegenüberzustehen.

Drastische Gewinneinbußen

Hintergrund des möglichen Preisanstieges ist ein drastischer Gewinnrückgang – vor allem in der Brief- und Paketsparte. Dort brach der operative Ertrag im zweiten Quartal auf 108 Millionen Euro ein. Im zweiten Quartal des Vorjahres waren es noch 260 Millionen Euro.

Bereits seit Juli gelten für für Bücher- und Warensendungen neue Preise. Für die Büchersendung Groß bis 500 Gramm verlangt die Post mit 1,20 Euro nun 20 Cent mehr als bisher. Für die Warensendung Kompakt bis 50 Gramm werden mit 1,30 Euro sogar 40 Cent mehr fällig.

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