Malu Dreyer (Foto: picture alliance/Andreas Arnold/dpa)

Umfrage: Knappe Mehrheit für Ampelkoalition in Rheinland-Pfalz

  13.12.2018 | 07:48 Uhr

Die SPD bleibt auch in der jüngsten SWR-Umfrage weiter im Umfragetief, verteidigt zusammen mit ihren Koalitionspartnern, den Grünen und der FDP, aber eine knappe Regierungsmehrheit. Die CDU kann sich von ihrem historischen Tiefstand leicht erholen.

Für die SPD in Rheinland-Pfalz ist derzeit keine Trendwende in der Wählergunst in Sicht. Sie verharrt bei 24 Prozent Zustimmung, wie aus dem neuesten Politrend des SWR-Politikmagazins "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" hervorgeht. Die CDU konnte sich zumindest etwas von ihrem historischen Tiefststand erholen, sie kam nach 28 Prozent beim letzten Politrend nun auf 31 Prozent.

Die in Mainz regierende Ampel-Koalition hätte trotz der anhaltend niedrigen Zustimmungswerte für die SPD auch weiter eine Mehrheit. Die Grünen erreichten beim Politrend 16 Prozent (minus zwei Prozentpunkte), die FDP kommt auf sieben Prozent, ein Prozentpunkt weniger als im Oktober. Die oppositionelle AfD bleibt bei 13 Prozent. Die Linke büßt einen Prozentpunkt ein - und steht bei vier Prozent der Stimmen.

Zwei Drittel mit Ministerpräsidentin Dreyer zufrieden

Mit der Arbeit von SPD-Regierungschefin Malu Dreyer waren laut SWR 64 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden - ein Prozentpunkt mehr als im März 2017, als die Zufriedenheit mit den Landespolitikern zuletzt abgefragt worden war. Mit dem erreichten Wert sei Dreyer im Vergleich der Ministerpräsidenten in der Spitzengruppe. Die Arbeit von CDU-Landeschefin und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner betrachteten beim Politrend 50 Prozent der Befragten positiv (plus 2).

Vorschusslorbeeren für Kramp-Karrenbauer

Eine ziemlich klare Meinung haben die Politrend-Befragten zur frisch gewählten CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. 57 Prozent erwarten, dass sie die CDU wieder nach vorne bringen kann, 29 Prozent tun das nicht. Unter den CDU-Anhängern glauben 70 Prozent, dass ihre neue Bundesvorsitzende die Partei wieder voranbringen wird. Ganz anders sehen es die Anhänger der AfD: Satte 82 Prozent trauen Kramp-Karrenbauer in der Umfrage nicht zu, frische Impulse zu setzen.

Die Daten basieren auf einer repräsentativen Telefon-Umfrage des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap unter 1001 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzern vom 10. bis 11. Dezember 2018.

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