Kamera filmt einen Bierkrug mit Fähnchen (Foto: SR)

Saar-Opposition prangert Corona-Politik der Regierung an

Roswitha Böhm   17.02.2021 | 21:20 Uhr

Am Politischen Aschermittwoch hat die Opposition im Saarland die Corona-Politik der Landesregierung kritisiert. Wegen der Pandemie fand die traditionelle Veranstaltung der Parteien in diesem Jahr ausschließlich digital statt.

Stream statt Festhalle, Webvideos statt Heringe und Pellkartoffeln: Der erste digitale politische Aschermittwoch war für alle Saar-Parteien neu. Inhaltlich war das große Hauptthema allerdings erwartbar: die Corona-Pandemie.

Hans verteidigt Corona-Kurs

Politischer Aschermittwoch: Stream statt Halle
Audio [SR 3, (c) SR Florian Mayer / Roswitha Böhm , 18.02.2021, Länge: 03:48 Min.]
Politischer Aschermittwoch: Stream statt Halle

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) verteidigte den Kurs der Landesregierung und mahnte erneut Geduld an, was Lockerungen angeht. Bei der Saar-SPD sprach sich die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger dafür aus, auch mit denjenigen zu reden, die nicht mit der derzeitigen Politik einverstanden seien.

"Kommunikationsdesaster" und "Organsiationschaos"

Für die Linke sprach Gregor Gysi in Abwesenheit des erkrankten Landeschefs Thomas Lutze. Er forderte, dass die Gewinner der Pandemie wie beispielweise die großen Online-Konzerne sich an den Kosten der Pandemie beteiligen sollten. Von FDP und Grünen kam Kritik an der Kommunikation der Landesregierung. So sprach der Grünen-Vorsitzende Markus Tressel von einem "Kommunikationsdesaster", vor allem im Bereich der Schulen. Oliver Luksic von der FDP attestierte ein "Organisationschaos" im saarländischen Gesundheitsministerium.

Kommentar von Janek Böffel
Politischer Aschermittwoch: "Alles anders, alles neu"
Corona macht alles anders, selbst alte politische Traditionen. Und so war dann der politische Aschermittwoch in diesem Jahr etwas anders als sonst. CDU, SPD, Linke, Grüne und FDP: Sie alle haben sich ins Internet getraut und dort ihre Aschermittwoche abgehalten. Und das könnte ein Vorgeschmack auf das kommende Wahljahr gewesen sein, kommentiert Janek Böffel.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.02.2021 berichtet.

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