Eine Hand hält mehere Euro-Scheine (Foto: pixabay/moerschy)

Saar-Politiker plädieren für Verlängerung von Coronahilfen

  17.11.2021 | 20:58 Uhr

Saar-Wirtschaftsministerin Rehlinger und der geschäftsführende Bundeswirtschaftsminister Altmaier haben sich für eine Verlängerung der Corona-Wirtschaftshilfen des Bundes ausgesprochen. Die Unternehmen benötigten auch ohne Lockdown weitere Unterstützung. Saar-Gesundheitsministerin Bachmann plädiert für einen finanziellen Ausgleich für Krankenhäuser.

Vor Beginn der Beratungen zwischen Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Coronapandemie, hat sich die SPD-Politikerin Anke Rehlinger für eine Fortführung der Corona-Wirtschaftshilfen ausgesprochen. Die saarländische Wirtschaftsministerin erklärte, man sei noch einmal mittendrin in der Pandemie, aus der nur Impfungen dauerhaft herausführen könnten.

Deshalb sei es unabdingbar, dass Corona-Hilfen zielgenau für Unternehmen fortgeführt würden. Rehlinger betonte, der Bund sollte dabei auch 2G-bedingte Umsatzeinbußen berücksichtigen. Auch ohne Lockdown gebe es Betriebe und Branchen, die weiter Unterstützung brauchten.

Altmaier für Verlängerung bis Ende März 2022

Auch der geschäftsführende Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plädiert für eine Verlängerung der Wirtschaftshilfen bis Ende März 2022. Die Corona-Lage sei ernst, die Unsicherheit in der Wirtschaft wachse, sagte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Überbrückungshilfen, KfW-Kredite und Kurzarbeitergeld seien ein wirksames Instrument, um Wirtschaft und Arbeitsplätze zu sichern.

Die coronabedingten Wirtschaftshilfen des Bundes sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bis Ende des Jahres befristet.

Finanzielle Hilfe auch für Krankenhäuser gefordert

Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) fordert zudem finanzielle Hilfen für Krankenhäuser, die aufgrund der Coronasituation planbare Eingriffe verschieben oder absagen mussten und müssen.

"Für diese Fälle müssen wir den Kliniken eine notwendige finanzielle Sicherheit an die Hand geben", so die CDU-Politikerin. Die designierte Koalition in Berlin müsse Klarheit schaffen. Die Krankenhäuser bräuchten Unterstützung.

Im vergangenen Jahr hatte der Bund die Krankenhäuser mit einem Rettungsschirm unterstützt. Die saarländische Krankenhausgesellschaft hatte im Januar bereits eine Ausweitung des Rettungsschirmes des Bundes über das zweite Pandemie-Jahr hinweg gefordert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.11.2021 berichtet.

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