Krankenhäuser im Saarland: Fliedner Krankenhaus in Neunkirchen (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Kreuznacher Diakonie will Kliniken zusammenführen

mit Informationen von Nelly Theobald   11.06.2021 | 21:14 Uhr

Nach der Ankündigung, zwei Stationen des Diakonie Krankenhauses in Neunkirchen zum Jahresende zu schließen, hat der Träger Pläne bekräftigt, seinen anderen Standort in Neunkirchen auszubauen. Mit dem Gesundheitsministerium laufen Gespräche zur Finanzierung.

Die Kreuznacher Diakonie betreibt in Neunkirchen zwei Krankenhäuser: das Diakonie Krankenhaus und das Fliedner Krankenhaus. Nachdem der Träger Anfang der Woche bekannt gegeben hatte, dass die Urologie und die Gefäßchirurgie am Diakonie Krankenhaus in Neunkirchen zum Jahresende schließen sollen, gibt es nun Pläne die beiden Krankenhausstandorte zusammenzuführen.

Video [aktueller bericht, 11.06.2021, Länge: 3:17 Min.]
Diakonie schließt in Neunkirchen zwei Abteilungen

Dafür soll am Fliedner Krankenhaus ein Teilneubau entstehen, in den das Diakonie Krankenhaus einziehen soll. Man habe bereits Anträge auf die Finanzierung gestellt, sagte der Krankenhausdirektor Leo Schwarzkopf dem SR.

Unterstützung erhält der Krankenhausträger dabei vom saarländischen Gesundheitsministerium. Im Rahmen der Krankenhausplanung und -finanzierung unterstütze das Land den Träger bei diesen Vorhaben, teilte das Ministerium mit. Vor der Sommerpause solle die Kreuznacher Diakonie Planungssicherheit haben.

Mitarbeitervertretung für Zusammenlegung

Auch die Mitarbeitervertretung befürwortet den Anbau am Fliedner Krankenhaus, weil er "zukunftsgerichtet" sei. "Wir haben auch in unserer Betriebsversammlung am Montag den Vorstand und auch unsere Geschäftsführung nochmal aufgefordert, hier jetzt endlich mit dem Ministerium eine Einigung herbeizuführen", sagt Sven Wingerter von der Mitarbeitervertretung.

Bedenken, dass Mitarbeiter auf der Strecke blieben, gibt es keine. Von der Schließung der Stationen am Diakonie Krankenhaus sind insgesamt zwölf Mitarbeiter betroffen.  

Keine Sonderzahlung für Mitarbeiter

Kritik gibt es allerdings daran, dass die Jahressonderzahlungen für die Mitarbeiter ausbleiben. Der Träger erklärt, sie seien nicht möglich, weil die Kreuznacher Diakonie eben keine positiven Ergebnisse erwirtschafte.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 11.06.2021 im SR Fernsehen berichtet.

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