Der Plan für das DSD-Gelände in Homburg (Foto: SR Fernsehen)

Wohnungen und Gewerbe für Homburger DSD-Gelände

mit Informationen von Stephanie Prochnow   18.08.2021 | 18:49 Uhr

In bester innenstädtischer Lage liegt in Homburg seit über zwei Jahrzehnten ein ehemaliges Gewerbeareal brach. Nun schreiten die Pläne für ein neues Stadtquartier voran. Ein Bebauungsplan liegt jetzt im Rathaus aus - und verrät eine gemischte Nutzung.

19 Hektar ist das Areal in der Nähe des Homburger Rathauses groß. Die Dillinger Stahlbau GmbH hatte ihren Betrieb hier 1999 eingestellt. Seitdem ist die Fläche Brachland mitten in der Stadt.

Das Gelände gehört Ferrostaal, die zusammen mit der Munitor-Gruppe aus Saarbrücken das neue Stadtquartier entwickeln. Warum es so lange gedauert hat, erklärt Uwe Schlote von der Munitor-Gruppe so: "Da sind Kontaminationen im Boden, die nicht ganz klar waren. Da ist ein Abriss, der kaum zu kalkulieren ist. Und da sind natürlich auch Verfahren mit Stadt und Land, die sich über Jahre hinweg hinziehen. Ich denke, da gehört eine Portion Mut dazu - das zu machen. Vielleicht war das der Grund, warum die Jahre vorher nichts passiert ist."

Video [aktueller bericht, 18.08.2021, Länge: 2:40 Min.]
Ehemaliges DSD-Gelände in Homburg soll entwickelt werden

Wohnungen, Gewerbe, einkaufen

Jetzt liegt der Bebauungsvorschlag vor: Es soll ein Mischgebiet entstehen mit überwiegender Nutzung als Wohnareal. Rund 180 Wohnungen und Häuser könnten hier gebaut werden – an drei Seiten umschlossen von kleinen Gewerbebetrieben und Einkaufsmöglichkeiten. Getrennt durch breite Grünstreifen.

"Wir werden von der Grundplanung her im inneren Bereich Einfamilienhausgrundstücke installieren. Grundstücksgröße wird zwischen 250 und 350 Quadratmeter liegen. Als Randbebauung werden wir dann drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser installieren. Energetisch natürlich nach neuestem Standard", sagt Schlote. Das ganze soll später auch für "normale Arbeitnehmer" bezahlbar sein, versichert er.

Zunächst Abriss und Bodensanierung

Auf dem Gelände sind Altlasten im Boden vorhanden, wie Untersuchungen des Landesamtes für Umwelt ergaben. Allerdings wurde bisher nichts Gravierendes gefunden, das nicht beseitigt werden könnte, sagt der Investor.

Sobald der Bebauungsplan vom Stadtrat genehmigt ist, sollen die alten Industriehallen abgerissen werden, um mit der Bodensanierung zu beginnen. Wenn keine unvorhergesehenen Probleme auftauchen, könnte das im kommenden Frühjahr der Fall sein.

Die geschätzten Kosten dafür – ohne die anschließende Bebauung – belaufen sich auf 15 bis 20 Millionen Euro.

Über dieses Thema berichtet auch der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 18.08.2021.

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