Zur Diskussion stehende Häuser und Grundstücke im Nauwieser Viertel (Foto: Patrick Wiermer)

Diskussion um Grundstücksverkauf im Nauwieser Viertel

Patrick Wiermer   15.04.2021 | 18:00 Uhr

Die Stadt Saarbrücken möchte drei Grundstücke samt Wohnhäuser verkaufen. Es sind innerstädtische Filetstücke, direkt am Eingang zum beliebten Nauwieser Viertel. Kritik an den Plänen kommt vor allem von der SPD.

Die Wohnhäuser in der Nauwieserstraße 14 bis 18 prägen zwar das Straßenbild, sind allerdings marode. Das Umfeld ist immer noch von den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg geprägt – und von Prostitution.

Die Stadt möchte das Gebiet nun entwickeln, auf den rund 600 Quadratmetern soll neuer Wohnraum entstehen. Die SPD St. Johann befürchtet einen weiteren Ausverkauf städtischer Flächen an Investoren. Statt einer ernsthaften Stadtentwicklung gehe es vor allem darum, den städtischen Haushalt zu sanieren. Die Stadt dürfe ihre Gestaltungsspielräume nicht aus der Hand geben.

Jamaika-Koalition für Konzeptvergabe

Die Jamaika-Koalition begrüßt hingegen den Verkauf, will allerdings eine Konzeptvergabe unter Beteiligung der Bürger. Dabei müsse es ein schlüssiges, nachhaltiges Konzept geben, um die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Viertel langfristig zu steigern.

Die Immobilien sollen laut Stadt im Bieterverfahren verkauft werden. Die Verwaltung erarbeitet aus den Angeboten einen Verkaufsvorschlag. Das letzte Wort hat dann der Stadtrat.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 15.04.2021.

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