Eine Justitia-Statue (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Anklage gegen mutmaßlichen PKK-Funktionär

Mit Informationen der dpa   26.05.2020 | 10:22 Uhr

Ein Mann, der als Mitglied der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK auch im Saarland aktiv gewesen sein soll, muss sich voraussichtlich bald in Koblenz vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat vor dem Oberlandesgericht Anklage erhoben.

Der türkische Staatsangehörige soll spätestens von Ende Juni 2017 bis Juni 2019 als hauptamtlicher PKK-Kader für „PKK-Gebiete“ vor allem in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zuständig gewesen sein.

Versammlungen organisiert

Dabei habe der Angeklagte etwa in der PKK-Region Saarland/Rheinland-Pfalz oder der PKK-Region Hessen Propagandaveranstaltungen und Versammlungen organisiert, so die oberste deutsche Anklagebehörde weiter. Außerdem soll er Geld für die PKK gesammelt haben. Der Mann war Anfang Januar im Fernbahnhof des Flughafens Frankfurt festgenommen worden. Seitdem saß er in Untersuchungshaft.

Die PKK ist eine militante, sozialistisch ausgerichtete Untergrundorganisation, die für die politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete kämpft. Ihr militärischer Arm verübt Anschläge auf militärische und zivile Ziele. Sie wird sowohl von der EU als auch von der Bundesrepublik Deutschland als terroristische Vereinigung eingestuft.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 26.05.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja