Präsentation von „Peter Kaiser“-Schuhen (Foto: picture alliance/dpa | Roland Weihrauch)

Peter Kaiser produziert nicht mehr in Pirmasens

  25.02.2021 | 11:37 Uhr

Der Schuhhersteller Peter Kaiser hat sein Werk in Pirmasens geschlossen. 170 Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz verloren. Peter-Kaiser-Schuhe wird es weiter geben. Sie werden aber nicht mehr in Pirmasens hergestellt.

Der bisherige Geschäftsführer Stefan Frank und die Investoren Hans-Joachim und Gisa Sander übernehmen zum 1. März den Pirmasenser Schuhhersteller Peter Kaiser. Das Unternehmen teilte mit, der Gläubigerausschuss und der Sachwalter hätten dem Verkauf der Peter Kaiser Schuhfabrik GmbH zugestimmt. Damit sei die Pirmasenser Traditionsmarke gerettet.

Älteste Damenschuhfabrik Europas

Die meisten der Mitarbeiter haben allerdings ihren Job verloren. Denn das Konzept sieht nach Angaben des Unternehmens "eine eigene Serienproduktion in Deutschland nicht mehr vor". Nach Medienberichten sind 170 Angestellte betroffen. Das Stammwerk von Peter Kaiser in Pirmasens war nach Unternehmensangaben die älteste Damenschuhfabrik in Europa.

Umsatzrückgang wegen Corona

Die Peter Kaiser Schuhfabrik hatte im September ein Schutzschirmverfahren beantragt. Für die finanziellen Schwierigkeiten macht die Geschäftsleitung vor allem die Coronakrise verantwortlich. Der Lockdown und die anschließende Kaufzurückhaltung hätten zu erheblichen Umsatzrückgängen geführt, so das Unternehmen. Im zweiten Lockdown habe sich die Lage dann weiter verschärft. Im Januar habe deswegen auch die Peter Kaiser Retail GmbH einen Insolvenzantrag stellen müssen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.02.2021 berichtet.

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