Solaranlagen eines Solarparks auf einer Freifläche. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Land erleichtert Ausbau von Photovoltaik auf Agrarflächen

  07.03.2021 | 17:01 Uhr

Die saarländische Landesregierung hat am vergangenen Dienstag entschieden, das Kontingent für Strom aus Solarenergie auszuweiten. Damit soll die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zukünftig leichter werden.

Es soll einfacher werden, Sonnenstrom auf ausgewiesenen Agrarflächen zu erzeugen. Das Leistungskontingent für solche Photovoltaikanlagen im Saarland wurde von 100  Megawatt Peak (MWp) auf 350 MWp erhöht. Die Landesregierung hatte am vergangenen Dienstag eine entsprechende Verordnung geändert. Das ursprünglich 2018 festgeschriebene Kontingent für Sonnenstrom-Erzeugung auf ausgewiesenen landwirtschaftlichen Flächen war bereits ausgereizt und durch die Bundesnetzagentur in Ausschreibungen an verschiedene Projekte vergeben worden.

Anlagen nur in „benachteiligten Gebieten“

Solaranlagen sind ab einer bestimmten Größe ausschreibungspflichtig. Die Anlagen dürfen auch nicht überall gebaut werden. Arten-, Umwelt- und Landschaftsschutz spielen eine Rolle. Bei den ausgewiesenen Agrarflächen handelt es sich um „benachteiligte Gebiete“, also beispielsweise nur schwach ertragfähige landwirtschaftliche Flächen.

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) äußerte sich positiv über die Entwicklung: „Für Projektierer und Eigentümer ist das Investment in Erneuerbare Energie aus Sonne im Saarland offenbar lohnend.“ Man wolle dafür sorgen, dass es so bleibt.

Rheinland-Pfalz will „Solarcarports“

In Rheinland-Pfalz wird derweil noch eine weitere Strategie verfolgt. Die dortige Landesregierung drängt auf die Möglichkeit, auch bestehende Parkplatzflächen stärker für die Energiegewinnung zu nutzen. Parkplätze sollen demnach als sogenannte Solarcarports mit Photovoltaik-Anlagen überbaut werden können. Ein entsprechender Vorschlag wurde in den Bundesrat eingebracht. Aus dem saarländischen Wirtschaftsministerium heißt es, man begrüße die Initiative.

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