Eine Frau wird von einer Pflegerin betreut (Foto: picture alliance/Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Entspannung bei saarländischen Pflegeheimen

Nelly Theobald   27.03.2020 | 21:36 Uhr

Die Personalsituation in der stationären Pflege hat sich während der Corona-Krise entspannt. Das geht aus Aussagen der saarländischen Pflegegesellschaft und des saarländischen Schwesternverbandes hervor.

Auf Anordnung der Landesregierung seien Tagespflegeeinrichtungen geschlossen, teilte der Schwesternverband mit. Außerdem sagten Pflegebedürftige und deren Angehörige Betreuung durch die ambulante Pflege ab. Pflegekräfte, die eigentlich in diesen Bereichen arbeiteten, könnten nun in der stationären Pflege eingesetzt werden. Weil die Pflegeschulen geschlossen sind, arbeiteten außerdem die Auszubildenden vermehrt in den Einrichtungen.

Video [aktueller bericht, 27.03.2020, Länge: 3:13 Min.]
Personalsituation in der stationären Pflege hat sich entspannt

Mehr Anfragen nach freien Plätzen in stationären Einrichtungen gibt es laut Pflegegesellschaft nicht. Die Einrichtungen seien zu 96 Prozent belegt.

Pflegedienste nicht in Gefahr

Einen Belegungsstopp aus Personalnot werde es in Zeiten der Corona-Krise nicht geben. Die Regelung, dass 50 Prozent der Belegschaft examinierte Pflegekräfte sein müssen, werde außer Kraft gesetzt, wenn zu viele Mitarbeiter krankgeschrieben seien. Noch Mitte Februar hatten sich nach Angaben des saarländischen Sozialministeriums sieben Pflegeeinrichtungen selbst einen Belegstopp gegeben, weil sie die Fachkraftquote nicht erfüllten.

Laut Pflegegesellschaft bestehe nicht die Gefahr, dass ambulante Pflegedienste Pleite gingen, denn der Rettungsschirm würde solche Ausfälle kompensieren.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 27.03.2020 berichtet.

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