Schild "Saarländische Pflegegesellschaft" (Foto: SR)

Pflegegesellschaft fordert Planungssicherheit für Heime

Mit Informationen von Oliver Buchholz   18.08.2022 | 17:50 Uhr

Das Personal in Alten- und Pflegeheimen geht auf dem Zahnfleisch, schiebt Doppelschichten und denkt darüber nach, den Job zu wechseln. Das hat viel, aber nicht nur mit der Corona-Pandemie zu tun. Jetzt schlägt die Saarländische Pflegegesellschaft Alarm.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in den Alten- und Pflegeheimen im Saarland fordert der Vorsitzende der Saarländischen Pflegegesellschaft (PGS), Holger Wilhelm, dringend Entlastungen. Vor allem die aufwendigen Dokumentationen, zum Beispiel für die Coronatests bei Besucherinnen und Besuchern, und immer neue Hygieneregelungen machten der Belegschaft zu schaffen.

Video [aktueller bericht, 18.08.2022, Länge: 2:50 Min.]
Saarländische Pflegegesellschaft schlägt Alarm

Kritik auch an Impfregelungen

Wilhelm fordert von der Politik deshalb, die Dokumentationspflicht zu überprüfen und den Einrichtungen mehr Planungssicherheit zu geben. Das heißt: einheitliche, transparente und verständliche Regelungen über einen längeren Zeitraum.

Darüber hinaus kritisiert die Pflegegesellschaft, dass ab dem 1. Oktober nur noch frisch Genesene oder Geboosterte als vollständig geschützt betrachtet werden. Das führe de facto zu einer Verschärfung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Man befürchtet etliche Kündigungen.

Pflegegesellschaft sieht Pflege- und Alteneinrichtungen am Limit
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 18.08.2022, Länge: 04:10 Min.]
Pflegegesellschaft sieht Pflege- und Alteneinrichtungen am Limit

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Rundschau vom 18.08.2022 berichtet.

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