Ein Arzt impft eine Pflegeheimbewohnerin (Simulation). (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Kalaene)

Pflegeeinrichtungen dürfen Maskenpflicht aussetzen

  15.10.2021 | 17:45 Uhr

Pflegeeinrichtungen, Hospize und besondere Wohnformen im Saarland sollen künftig zwischen dem klassischen Testregime und dem 3G-Modell wählen können. Das hat das Gesundheitsministerium am Freitag mitgeteilt. Damit sollen die Corona-Maßnahmen weiter gelockert werden.

Die saarländische Landesregierung hat am Freitag neue Schutzmaßnahmen für Einrichtungen der Pflege, Hospize und besondere Wohnformen vorgestellt. Dazu gehören Wohnheime und -gruppen für Menschen mit Behinderung, die rund um die Uhr Betreuung benötigen. Die betroffenen Einrichtungen sollen künftig grundsätzlich die Möglichkeit haben, zwischen dem bisherigen Testregime und dem 3G-Modell zu wählen.

Bachmann will lockern

Gesundheitsministerin Monika Bachmann begründet die Entscheidung mit dem derzeit stabilen Pandemiegeschehen und den fortschreitenden Impfungen. Daher könne man auch „die Regelungen zur Testung von (Urlaubs-)Rückkehrern und Beschäftigten, insbesondere für immunisierte Personen lockern“.

Testregime oder 3G-Modell

Das klassische Testregime, das im Landesrahmenkonzept festgeschrieben ist, sieht für Bewohner und Beschäftigte, die nicht geimpft oder genesen sind, mehrere Antigentests pro Woche vor. Besucher müssen entsprechende Nachweise vorlegen. Außerdem gilt für alle Maskenpflicht.

Beim 3G-Modell müssen alle Beschäftigten und Besucher nachweisen, dass sie entweder geimpft, getestet oder genesen sind. Erfüllen alle dieses Kriterium, können sowohl die Maskenpflicht als auch die Antigentests für Beschäftigte in der Einrichtung entfallen. Bewohner sind von der Nachweis- und Maskenpflicht befreit, müssen sich aber weiterhin regelmäßig testen lassen. Ebenfalls von der Nachweispflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

Impfungen gehen weiter

Die Auffrischimpfungen durch mobile Impfteams in den Pflege- und Behinderteneinrichtungen sollen nach Angaben des Ministeriums bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Im Anschluss sollen dann die besonderen Wohnformen in der Eingliederungshilfe angefahren werden.

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