Foto: SR 1

Petition gegen Bordellwerbung kurz vor dem Ziel

Jonathan Janoschka   16.09.2019 | 11:40 Uhr

Die Petition gegen Bordellwerbung im Saarland hat vier Wochen vor der geplanten Übergabe fast die notwendige Zahl an Unterschriften erreicht. Auf der Online-Plattform Change.org unterstützen knapp 31.000 Menschen die Forderung nach einem Verbot von Prostitutionswerbung.

Weitere 2.500 Menschen haben ihre Unterstützung auf Papier eingereicht. Ziel sind 35.000 Unterschriften bis Mitte Oktober. Initiiert wurde die Aktion von der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten im Saarland. Die Saarbrücker Frauenbeauftragte Katharina Kunze sagte dem SR, Ziel sei es, dass das Saarland als erstes Bundesland Bordellwerbung verbietet. Das könne allerdings nur auf kommunaler Ebene über den Jugendschutz geschehen. In Saarbrücken hatte die SPD-Stadtratsfraktion ebenfalls ein Verbot von Werbeplakaten gefordert.

Kunze: Bordellwerbung verherrlicht Prostitution

Bordellwerbung im öffentlichen Raum sende die falschen Signale an Kinder und Jugendliche, so Kunze. Das Berufsbild der Prostituierten werde verherrlicht und ähnlich glamourös dargestellt wie etwa die Arbeit von Influencerinnen. Jungen Männern werde signalisiert, dass der Kauf von sexuellen Dienstleistungen etwas Normales sei, ebenso, wie das erste Mal im Bordell zu erleben. Zudem werde häufig auch in der Nähe von Schulen für Bordelle geworben.

Am 11. Oktober sollen die gesammelten Unterschriften gegen die Bordellwerbung Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) übergeben werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.09.2019 berichtet.

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