Angela Merkel und Peter Altmaier (Foto: picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa)

Merkel will Altmaier als Wirtschaftsminister

  25.02.2018 | 18:14 Uhr

In einer möglichen Neuauflage der Großen Koalition soll Peter Altmaier Wirtschaftsminister werden. Das gab Kanzlerin Merkel am Sonntag bekannt. Altmaier gilt schon länger als gesetzt - Überraschungen gab es eher auf anderen Ministerposten.

Seit 2012 gehört Peter Altmaier zu Merkels Ministerriege - folgte zunächst Norbert Röttgen als Umweltminister. Ein Jahr später holte ihn Merkel als Chef ins Bundeskanzleramt, gleichzeitig wurde er Bundesminister für besondere Aufgaben. Zusätzlich führte Altmaier kommissarisch das Finanzministerium, nachdem der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Schäuble zum Bundestagspräsidenten gewählt wurde.

Kommt es zu einer Neuauflage der Großen Koalition in Berlin, soll der gebürtige Saarländer künftig das Wirtschaftsministerium übernehmen. Sein Nachfolger im Kanzleramt soll Helge Braun werden, der dort bislang Staatsminister war. Das Finanzministerium geht an die SPD.

Spahn soll Gesundheitsministerium übernehmen

Neuer Gesundheitsminister soll der bisherige Finanzstaatssekretär Jens Spahn werden. Damit würde Merkel einen ihrer profiliertesten Kritiker ins Kabinett einbinden. Der 37-Jährige gehört zu den jungen CDU-Politikern, die in der Flüchtlingskrise auf Distanz zu Merkel gingen.

tagesschau.de
Neuaufstellung und Verjüngung
Die CDU will heute auf ihrem Sonderparteitag eine neue Generalsekretärin wählen. Darüber hinaus sollen die Delegierten den Vertrag über eine Neuauflage der Großen Koalition absegnen.

Die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende im Landtag, Julia Klöckner, soll das Landwirtschaftsministerium übernehmen. Das Ressort ist ihr nicht unbekannt, von 2009 bis 2011 war sie bereits parlamentarische Staatssekretärin im damaligen Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ursula von der Leyen behält ihr Amt als Verteidigungsministerium.

Karliczek soll Bildungsministerin werden

Neue Bildungsministerin soll die nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek werden. Die 46-Jährige sitzt seit 2013 im Bundestag und ist seit dem vergangenen Jahr parlamentarische Geschäftsführerin der Unionsfraktion. Sie folgt damit auf Johanna Wanka, die schon vor geraumer Zeit ihren Rücktritt angekündigt hatte. Auch der bisherige Gesundheitsminister und Merkel-Vertraute Hermann Gröhe und der bisherige Innenminister Thomas de Maizière scheiden aus dem Kabinett aus.

Die Besetzung der Kabinettsposten steht unter dem Vorbehalt, dass die SPD-Mitglieder in ihrer Befragung einer erneuten Großen Koalition zustimmen. Das Ergebnis soll am 4. März vorliegen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 25.02.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen