Blick auf die Mosel (Foto: dpa)

Moselkommission will Schiffahrtsgebühren abschaffen

Karin Mayer   09.02.2019 | 10:41 Uhr

Deutschland und Luxemburg wollen die Schifffahrtsgebühren auf der Mosel abschaffen. Das haben Mitarbeiter der zuständigen Ministerien dem Interregionalen Parlamentarierrat der Großregion bei einem Treffen in Dillingen mitgeteilt.

Keine Gebühren für die Mosel-Schiffer: Darauf hofft zum Beispiel die Stahlindustrie. Die Transportkosten von Stahlprodukten aber auch Schrott könnten dadurch etwas günstiger werden. Entscheiden kann das nur die international besetzte Moselkommission. Außer Deutschland und Luxemburg muss nun auch noch Frankreich der Abschaffung der Gebühren zustimmen. Jetzt sollen Gespräche mit der Regierung in Paris geführt werden.

Im Jahr 2017 haben die drei Länder insgesamt sieben Millionen Euro eingenommen. Den größten Teil davon erhält Frankreich.

Schleusenausbau und Lang-Lkw sind Thema

Wichtiges Thema für den Parlamentarier-Rat war auch ein schnellerer Ausbau der Moselschleusen. Zwar wurden im vergangenen Jahr wegen des Niedrigwassers weniger Güter auf der Mosel befördert. Noch immer sind die Schleusen aber Nadelöhre für die Binnenschiffer. Die Vorsitzende des Parlamentarier-Rates, Isolde Ries, fordert deshalb, dass der Ausbau beschleunigt wird. Reinhard Klingen vom Bundesverkehrsministerium verwies auf massiven Personalabbau in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, trotz immer neuen Aufgaben. Nun prüfe das Bundesministerium, ob bauausführende Unternehmen auch die Planung neuer Schleusenkammern übernehmen könnten, um den Ausbau zu beschleunigen.

Außerdem diskutierte das Gremium die europaweite Zulassung von sogenannten Lang-LKW, die bis zu 44 Tonnen transportieren. In Luxemburg, Frankreich und Belgien sind diese Fahrzeuge bereits erlaubt.

Video [aktueller bericht, 08.02.2019, Länge: 3:36 Min.]
Interregionaler Parlamentarierrat zu Schifffahrtsgebühren

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 08.02.2019 berichtet.

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