Mobiler Blitzer zur Geschwindigkeitsmessung, ein sogenannter „Enforcement Trailor“ im Einsatz  (Foto: picture Alliance/Chromorange)

Mehr als 5000 Einsätze für „Panzerblitzer“

Axel Wagner   24.04.2020 | 06:43 Uhr

Der mobile Blitzer, der seit Januar dieses Jahres in Saarbrücken im Einsatz ist, hat bislang 5088 Mal ausgelöst. Das teilte die Stadtverwaltung auf SR-Anfrage mit.

Der wegen seiner kompakten Bauart auch als „Panzerblitzer“ bekannte Enforcement Trailer arbeitet weitgehend autark und kann daher rund um die Uhr und auch an Wochenenden eingesetzt werden. Hersteller ist die Firma Vitronic, die Stadt Saarbrücken hat das Gerät von deren Tochtergesellschaft ERA angemietet.

Blug: Zu früh für Zwischenfazit

Wie viel der neue Blitzer der Stadt bislang eingebracht hat, dazu machte die Stadt keine Angaben. Aufgrund der unterschiedlichen Verfahrensdauer etwa bei Widersprüchen lasse sich dazu noch keine verlässliche Aussage treffen, erklärte Stadt-Pressesprecher Thomas Blug. Auch für ein Zwischenfazit sei es noch zu früh. „Die Laufzeit beträgt zunächst ein Jahr, das wir nutzen möchten, um mit dem Gerät Erfahrungen zu sammeln und auf dieser Basis zu entscheiden, wie es weitergeht.“

90.000 Euro gibt Saarbrücken jährlich für den neuen Blitzer aus, für die Jahresmiete, die Ladestation und Ersatzakkus, Anlieferung und Abtransport sowie die Schulung der Mitarbeiter. Zwischen einem und vier Tagen steht das Gerät an einem Standort – in Tempo-30-Zonen, Wohnstraßen, im Umfeld von Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen sowie an Unfallschwerpunkten. Neben dem „Panzerblitzer“ gibt es in Saarbrücken noch acht stationäre Blitzersäulen sowie zwei mobile Messanlagen, die vor Ort von Personal bedient werden müssen. All diese Geräte sind Eigentum der Landeshauptstadt.

Kontrollen trotz Corona

In diesem Zusammenhang wies Stadt-Pressesprecher Blug noch einmal darauf hin, dass auch in diesen Tagen weiterhin „geblitzt“ wird. „Die Corona-Pandemie ist kein Grund, auf Verkehrskontrollen zu verzichten“, so Blug. „Wegen Corona fahren Raser ja nicht langsamer. Im Gegenteil, ein geringeres Verkehrsaufkommen verleitet unter Umständen sogar dazu, schnell zu fahren.“

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