Elektroschweißen (Foto: picture-alliance | CHROMORANGE / Karl-Heinz Spremberg)

Pandemie beutelt Metall- und Elektroindustrie

Yvonne Schleinhege   17.02.2021 | 16:41 Uhr

Die Betriebe der saarländischen Metall- und Elektroindustrie leiden noch immer überdurchschnittlich stark unter den Folgen der Corona-Pandemie. Das ergibt eine Umfrage des Arbeitgeberverbandes ME Saar unter den 69 Mitgliedsunternehmen. Demnach ist jedes fünfte Unternehmen stark oder sehr stark von der Pandemie betroffen.

Die saarländischen Unternehmen sind laut einer Umfrage der ME Saar stärker von den Folgen der Pandemie betroffen als der Bundesschnitt. Bezüglich der Auslastung fällt der Trend aber positiver aus: Fast 70 Prozent der befragten Unternehmen im Saarland sind aktuell ausgelastet. Im Oktober waren es noch knapp 50 Prozent.

Im Bundesvergleich leidet die Wirtschaft im Saarland allerdings immer noch stärker unter der Corona-Pandemie. Deutschlandweit liegt die Auslastung bei rund die 85 Prozent.

Fehlende Nachfrage

Hauptgrund ist laut Umfrage des Arbeitgeberverbandes ME Saar die fehlende Nachfrage – so könnten bestimmte Produkte nicht mehr verkauft werden. Das gaben sieben von zehn Unternehmen an. Hinzu kommen Probleme mit den Lieferketten. Deutlicher stärker als im Bundesschnitt setzen die Saar-Unternehmen immer noch auf Kurzarbeit.

Allerdings haben die hiesigen Unternehmen weniger Kündigungen ausgesprochen. Für ME Saar ein Anzeichen dafür, dass sie ihre Beschäftigten weitestmöglich im Betrieb zu halten. Dennoch: Knapp 30 Prozent der befragten Unternehmen wollen Personal abbauen – 20 Prozent aber auch Neues einstellen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.02.2021 berichtet.

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