Nahaufnahme der Ausrüstung am Gürtel eines Ordnungsamts-Mitarbeiters (Foto: dpa/Tobias Hase)

Kreisstädte haben Ordnungsdienst ausgebaut

Kristin Luckhardt / Onlinefassung: Axel Wagner   14.12.2019 | 09:36 Uhr

Die saarländischen Kreisstädte haben in den vergangenen Jahren ihren Kommunalen Ordnungsdienst personell verdoppelt. Das ergab eine SR-Umfrage. Die meisten befragten Kommunen wünschen sich mehr Polizisten vor Ort.

In den sechs saarländischen Kreisstädten hat der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) derzeit insgesamt 60 Mitarbeiter. Vor fünf Jahren waren es noch 30. Die Städte bestätigten dem SR auch, dass die städtischen Ordnungshüter immer mehr Angriffen ausgesetzt sind. Meist werden sie verbal attackiert.

Angriffe auf Mitarbeiter des Ordnungsdienstes
Audio [SR 3, Kristin Luckhardt, 14.12.2019, Länge: 00:32 Min.]
Angriffe auf Mitarbeiter des Ordnungsdienstes

Attacken auf Mitarbeiter

Aber auch körperliche Angriffe nehmen zu. So wurden in Merzig in den vergangenen Monaten fünf körperliche Angriffe auf Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes gemeldet. Die Stadt Neunkirchen betonte, sie müsse immer mehr in die Eigensicherung des Kommunalen Ordnungsdienstes investieren. So seien Stichschutzwesten und Mobiltelefone mit Eintasten-Notruffunktion angeschafft worden. In Völklingen wurden in den vergangenen Jahren jeweils drei bis fünf Vorfälle angezeigt.

Mehr Polizisten gewünscht

Außerdem wünschen sich die Kommunen mehr Polizisten. Die Zusammenarbeit des Kommunalen Ordnungsdienstes mit der Polizei wird zwar gelobt, einige Städte sehen aber Ausbaupotenzial, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern.

Neunkirchen, Völklingen, Merzig und Homburg sprachen sich deutlich für mehr Polizisten in ihren Innenstädten aus. Neunkirchen schlug ein Büro der Vollzugspolizei in der City-Wache vor.

Städte arbeiten zusammen

Homburg und Blieskastel wollen beim Kommunalen Ordnungsdienst zusammenarbeiten. Die Stadt Homburg teilte dem SR mit, es gebe bereits vertragliche Regelungen. Einige wenige Abstimmungen stünden noch aus.

Ab Anfang 2020 würden zwei Mitarbeiter des Ordnungsdienstes der Stadt Homburg abwechselnd in Blieskastel und Homburg eingesetzt. Außerdem gebe es die Idee, eine gemeinsame Fahrradstreife zwischen dem Ordnungsdienst und der Polizei einzurichten. Homburg hat die Zahl der Ordnungsdienst-Kräfte in den vergangenen Jahren von sechs auf elf erhöht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.12.2019 berichtet.

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