Die Oberfläche eines Online-Pokerspiels auf dem Bildschirm eines Notebooks.  (Foto: dpa)

Länder wollen Online-Glücksspiel erlauben

  22.01.2020 | 19:08 Uhr

Glücksspiel im Internet soll ab Mitte 2021 erlaubt sein – allerdings mit klaren Regeln zum Schutz der Spieler. Die Bundesländer haben sich auf einen entsprechenden Entwurf eines neuen Glücksspiel-Staatsvertrags geeinigt. Saartoto begrüßt die Entscheidung.

Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass bislang illegale Glücksspielangebote wie Online-Casinos, Online-Poker oder auch Online-Automatenspiele künftig bundesweit erlaubt sind. Bei Sportwetten sollen sogenannte Ereigniswetten zugelassen werden, Live-Wetten sollen hingegen nur eingeschränkt möglich sein.  

Gleichzeitig soll aber auch der Jugend- und Spielerschutz erhöht werden. Unter anderem sollen die Spieler nicht mehr als 1000 Euro im Monat bei dem Glücksspiel einzahlen können. Zocker mit Selbst- oder Fremdsperre werden künftig in einer Sperrdatei erfasst. Außerdem sind die Anbieter verpflichtet, ein automatisiertes System zur Früherkennung von glücksspielsuchtgefährdeten Spielern einzusetzen. Geplant ist auch eine neue zentrale Glücksspielbehörde der Länder. Sie soll Lizenzen vergeben und die Anbieter kontrollieren.

Zustimmung von Saartoto

Saartoto begrüßt die Einigung auf einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag. Die Geschäftsführer Michael Burkert und Peter Jacoby erklärten, die geplante Öffnung für Online-Glücksspiele sei reguliert und eng begrenzt. Sie gehen davon aus, dass durch die Neuregelung der illegale Markt im Online-Bereich deutlich zurückgedrängt werden könne.

Eine Neuregelung ist unter anderem notwendig, weil der derzeit gültige Glücksspiel-Staatsvertrag im Sommer 2021 ausläuft. Bislang hatte nur das Bundesland Schleswig-Holstein Lizenzen für Online-Glücksspiele vergeben. Über den Entwurf des Glücksspiel-Staatsvertrags entscheidet die Ministerpräsidentenkonferenz im März. Wird er angenommen, könnte er kommendes Jahr in Kraft treten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 22.01.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja