Roland Theis (CDU). (Foto: IMAGO / BeckerBredel)

Theis fordert Neubeginn für Saar-CDU

Carolin Dylla / Onlinefassung: Anne Staut   31.03.2022 | 18:23 Uhr

Justiz-Staatssekretär Roland Theis hält nach der Niederlage bei der Landtagswahl einen Neubeginn im CDU-Landesverband für notwendig. In einem offenen Brief an die Mitglieder nannte er mögliche Aspekte für den Neustart. Eine Kandidatur für den CDU-Landesvorsitz schloss Theis aus.

Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Neunkirchen und Justiz-Staatssekretär Roland Theis hat in einem offenen Brief einen "tiefgreifenden, kulturellen Neubeginn" im Landesverband gefordert. Das Schreiben liegt dem SR vor.

Die Niederlage bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag sei kein Betriebsunfall gewesen, so Theis. Die Partei müsse die Ursachen erforschen und die Lehren ernst nehmen.

Theis schließt eigene Kandidatur aus

Laut Theis brauche es in der Zukunft mehr Mannschaftsgeist und weniger Konzentration auf die Spitze - was auch als Kritik an der Konzeption des CDU-Wahlkampfes verstanden werden kann.

Allerdings schließt Theis selbst eine Kandidatur für den Landesvorsitz aus. Wer Partei- und Fraktionsvorsitzender sein wolle, müsse auch bereit sein, bei der nächsten Landtagswahl 2027 als Ministerpräsidenten-Kandidat zur Verfügung zu stehen. Das könne er nicht versprechen, so Theis weiter. Als Begründung gab er vor allem an, dass er das Leben eines Spitzenpolitikers seiner Familie nicht zumuten wolle.

Inhaltlicher Neustart

Nachdem der bisherige Parteichef und amtierende Ministerpräsident Tobias Hans am Montag angekündigt hatte, den Parteivorsitz abzugeben, hatte Landtagspräsident Stephan Toscani seine Bereitschaft erklärt, sich auf einem Parteitag Ende Mai zur Wahl zu stellen. Weitere Kandidaturen sind nicht ausgeschlossen.

In seinem Mitgliederbrief nennt Theis Aspekte für den geforderten inhaltlichen Neustart. Dazu gehören aus seiner Sicht mehr Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie eine Programmkommission, die neue Themen für die CDU erschließt.

Theis hat nach eigener Aussage den Brief als Reaktion auf Mitglieder geschrieben, die ihn auf eine mögliche Kandidatur für den Landesvorsitz angesprochen haben. Vor allem, um klarzustellen, dass er nicht Parteichef werden will. Das Schreiben hat er auch auf Facebook veröffentlicht.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 31.03.2022 berichtet.

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