Parkende Busse der SaarVV (Foto: SR)

Verdi fordert für Busfahrer 2800 Euro Einstiegsgehalt

  21.09.2019 | 15:49 Uhr

Zum Beginn der Tarifverhandlungen im saarländischen Bus- und Bahnverkehr am kommenden Montag fordert die Gewerkschaft Verdi von den Arbeitgebern einen Einstiegslohn von 2800 Euro. Damit solle dem Personalmangel begegnet werden, denn nach Verdi-Angaben fehlen dem ÖPNV im Saarland in den kommenden Jahren rund 1000 Fahrer.

Verdi-Verhandlungsführer Christian Umlauf sagte am Samstag in Saarbrücken, nach der Fridays for Future-Demonstration am Freitag müsse der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) beweisen, dass er nicht nur das Klima, sondern auch das Personal im ÖPNV schützen wolle. „Die Arbeitgeberseite zeigte sich zwar bisher verständnisvoll und kooperativ“, sagte Umlauf mit Blick auf die angebotenen langen Tarifvertragslaufzeiten. „Das reicht jedoch nicht.“ Man müsse gemeinsam den ÖPNV puschen und den Fahrermangel bekämpfen, so Umlauf. „Dazu brauchen wir als Basis gute Einstiegsgehälter.“

Die Verhandlungen, die am Montag beginnen, sind laut Verdi auch ausschlaggebend dafür, ob es möglicherweise zu Streiks kommt. Nach Gewerkschaftsangaben könnten bei den Verkehrsbetrieben in Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis und Völklingen rund 1000 Beschäftigte in den Ausstand treten. Der Wunsch von Verdi sei aber, so Umlauf, am Montag ein gutes Verhandlungsergebnis zu erzielen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.09.2019 berichtet.

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