Bus und Saarbahn am Hauptbahnhof Saarbrücken (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

ÖPNV im Saarland soll besser werden

Stephan Deppen / Onlinefassung: Kasia Hummel   16.12.2021 | 19:00 Uhr

Mit dem Verkehrsentwicklungsplan sollte der ÖPNV im Saarland gestärkt sowie günstiger und einfacher gemacht werden. Am Donnerstag zog Verkehrsministerin Rehlinger (SPD) Bilanz und gab zugleich einen Ausblick.

Die erste Maßnahme für einen besseren öffentlichen Personennahverkehr im Saarland war die Tarifreform. Bereits vor Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplans in Kraft getreten, wirkt sie nach Einschätzung von Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD).

Während der Pandemie haben Bund und Land den ÖPNV mit Millionenbeträgen gestützt. Er ist existentiell für eine klimafreundlichere Mobilitätswende. Und die Tarifreform hat insbesondere über verbilligte Tageskarten und neue Pauschal-Abos für das ganze Land neue Kunden angesprochen.

Video [aktueller bericht, 16.12.2021, Länge: 2:28 Min.]
Drei neue Express-Bus-Verbindungen im Saarland

Förderung vom Bund

Jetzt geht es darum, zu prüfen, welche Bahnstrecken wieder in Betrieb genommen werden können. Wirtschaftlich könnte das bei fünf Verbindungen gelingen. Das brauche aber Zeit, räumt Rehlinger ein.

Da vom Bund 90 Prozent Förderanteil winken, müssen die verschiedenen Fördertöpfe berücksichtigt werden. Bis dort wieder Züge fahren, werden also wohl fünf oder gar zehn Jahre ins Land gehen.

Verbesserte R-Buslinien

Schneller geht es mit weiteren Verbindungen nach Frankreich: Die sollen ab Ende 2025 nutzbar sein. Darüber hinaus sollen Saarbahn und Regionalbahnen besser aufeinander abgestimmt und weitere Bahnstrecken elektrifiziert werden. Von der Bahn zum Bus: Da geht der Fortschritt schneller. Bereits am 1. März gibt es verbesserte R-Buslinien, das verspricht die Ministerin

Die Linien R1, R5 und R6 bekommen noch jeweils eine Express-Linie zur Seite gestellt. "Hier geht es vor allem auch darum, den einen oder anderen, der bislang noch mit dem Auto unterwegs ist, ein gutes Angebot zu machen“, so Rehlinger.

Ziel sei es es, dass diejenigen auf den Bus zurückgreifen, denen die Bahn nicht als Alternative zur Verfügung stehe. Notwendig seien schnelle Verbindungen zwischen zentralen Orten zu nachfragestarken Verkehrszeiten.

Service-Angebot wird verbessert

Darüber hinaus wird das digitale Service-Angebot verbessert und innerhalb der nächsten sieben Jahre 25 weitere Bahnhöfe saniert. Das alles kostet mehr Geld als bisher. Schon jetzt geben Bund und Land rund 150 Millionen Euro im Jahr für den Saarländischen ÖPNV aus und dieser Betrag wird weiter wachsen, so die Ministerin. Der Zeitplan für das ÖPNV-Verbesserungsprogramm steht, nun muss es umgesetzt werden.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Sendung "Region am Nachmittag" vom 16.12.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja