Eine Frau trägt einen Mundschutz in einer S-Bahn (Foto: picture alliance / Britta Pedersen / dpa-Zentralbild / dpa)

ÖPNV macht 22 Millionen Minus durch Corona

  15.09.2020 | 15:47 Uhr

Dem Öffentlichen Personennahverkehr im Saarland fehlen bis Ende des Jahres durch die Corona-Krise voraussichtlich 22 Millionen Euro. Das ist das Ergebnis einer Schätzung, die Verkehrsministerin Anke Rehlinger vorgestellt hat. Es gibt weniger Fahrgäste, gleichzeitig werden aber mehr Busse eingesetzt, damit Abstände gewahrt werden können.

Allein im April war der Fahrscheinverkauf um 90 Prozent eingebrochen. Um dem ÖPNV zu helfen, will der Bund nach Ministeriumsangaben deutschlandweit 2,5 Milliarden Euro investieren. Davon könnten rund 16,7 Milllionen Euro ins Saarland fließen. Die restlichen Kosten des ÖPNV-Rettungsschirms von 5,3 Millionen Euro wolle das Land bereitstellen, so Rehlinger.

Video [aktueller bericht, 15.09.2020, Länge: 3:07 Min.]
Defizit im Öffentlichen Nahverkehr durch Corona

80 zusätzliche Schulbusse

Landesregierung: ÖPNV-Strategie für die Corona-Krise
Audio [SR 3, Roswitha Böhm, 15.09.2020, Länge: 03:00 Min.]
Landesregierung: ÖPNV-Strategie für die Corona-Krise

Seit letzter Woche fahren im Saarland rund 80 Verstärkerbusse für den Schulbetrieb. Sie machen 140 zusätzliche Fahrten am Tag. Das soll verhindern, dass Schulbusse in Corona-Zeiten zu überfüllt sind. Bis Ende des Jahres kostetet diese Maßnahme zwei Millionen Euro. Die Kosten übernimmt das Land, kündigte Verkehrsministerin Rehlinger an. Im Einsatz seien dabei auch Reisebusse, die sonst wegen der Corona-Krise "auf dem Hof" stünden, sagte Rehlinger.

Tarifreform verschiebt sich

Die für Januar 2021 angekündigte Tarifreform soll verschoben werden. Die Verhandlungen seien nicht so weit vorangeschritten, so Rehlinger.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 15.09.2020 berichtet.

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